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Mississippi holt umstrittene Flagge ein

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Mississippi holt umstrittene Flagge ein
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Inmitten der Rassissmusdebatte in den USA ändert Mississippi seine Flagge. Sie war seit langem umstritten, erinnert die seit 1894 gültige Fahne doch an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden.

Der Tod des Schwarzen George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste gegen Rassismus hatten Gegnern der Flagge neuen Rückenwind verliehen.

Beide Kammern des Parlaments des US-Staats sprachen sich für eine Änderung aus.

Der republikanische Gouverneur Tate Reeves hatte bereits angekündigt, dass er das entsprechende Gesetz unterschreiben werde.

Dem Gesetz zufolge soll nun eine Kommission bis Mitte September die neue Flagge ausarbeiten. Sie soll das Motto "Wir vertrauen auf Gott" ("In God We Trust") enthalten und am 3. November - parallel zur Präsidentenwahl - den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden.

"Ihr nehmt uns unsere Flagge, unsere Waffen und unsere Freiheit", stand auf einem Plakat vor dem Parlament in der Hauptstadt von Mississippi, Jackson, wo Menschen für die Beibehaltung der Flagge demonstrierten.

Diese wurde nur wenige Minuten nach der Abstimmung eingeholt.

In Mississippi leben 38 Prozent Schwarze.