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Brüssel sieht die Wirtschaft wieder im Aufwind

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Brüssel sieht die Wirtschaft wieder im Aufwind
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Die Wirtschaft der Eurozone wird sich früher erholen als bisher angenommen. Zu dieser Einschätung kommt die EU-Kommission in ihrem neuesten Gutachten. Demnach wächst die Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr um jeweils 3,8 Prozent. Damit bleibt Brüssel für 2021 etwas unter einer früheren Prognose, hob diese für 2022 aber an. Die Wirtschaft nehme wieder Fahrt auf, wenn die Impfungen voran gingen, hieß es.

Der Durchbruch bei Impfstoffen habe die Prognosen ganz entscheidend verbessert, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni in Brüssel. Zwar seien die Wintermonate nach wie vor schwierig, doch gebe es eine positive Perspektive für das Frühjahr und dann den Sommer.

Doch gebe es weiterhin Risiken, vor allem die Wirkung der neu entdeckten Mutationen des Virus. Spanien und Frankreich werden laut Kommission mit fünfeinhalb Prozent die größten Wachstumssprünge machen, beide hatten unter der Pandemie besonders gelitten.

Gegenüber Euronews sagte Gentiloni, die größte Sorge mache ihm die Wirkung der Pandemie auf den Arbeitsmarkt und den sozialen Zusammenhalt. Generall habe es schnelle Reaktionen auf die sozialen Probleme gegeben, wodurch die Folgen abgefedert worden seien. Doch dürfe dies nicht überschätzt werden. EU und nationale Regierung müssten weiter alles tun, um soziale Härten abzubauen.

Der Effekt des EU-Wiederaufbauprogramms von insgesamt 750 Milliarden Euro ist in der Prognose noch nicht vollständig verbucht - die Erholung könnte also noch besser ausfallen.

Journalist • Stefan Grobe