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"Zero": Schüchtern, magisch und schwarz - Italiens neuer Serienheld

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"Zero": Schüchtern, magisch und schwarz - Italiens neuer Serienheld
Copyright  Screenshot Netflix via AP
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Der Held ist ein schüchterner junger Mann mit afrikanischen Wurzeln, der in einer Vorstadt von Mailand lebt: Die Netflix-Serie "Zero" ist ein kleines Wagnis in der audiovisuellen Landschaft Italiens - die erste mit einem schwarzen Helden.

Der Pizzabote Omar hat eine Superkraft – die Gabe, sich unsichtbar zu machen. Eigentlich will er das nutzen, um aus seinem Viertel zu entkommen. Als er aber merkt, dass der Stadtteil durch Gentrifizierung und kriminelle Machtkämpfe ernstlich in Gefahr gerät, trifft er eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen – er schlüpft in die Rolle des Helden, um das Viertel zu retten.

Aber im Kino kommen wir nicht vor
Giuseppe Dave Seke
"Omar" in "Zero"

Giuseppe Dave Seke, bisher Rapper, ist in der Serie "Omar":

“Als ich klein war, konnte ich hier in Italien oft niemanden finden, der mir ähnlich war oder der das darstellte, was ich bin. Also musste ich ins Ausland schauen. Heutzutage gibt es sogar in Italien viele Schwarze der zweiten Generation und diese Community ist ziemlich stark. Aber im Kino kommen wir nicht vor. Es ist also ein großer Sieg für mich, bei einer Serie mit einer schwarzen Geschichte mitzumachen.”

Der Film ist ein Erfolg und für den Autor Antonio Dikele Distefano eine Möglichkeit, in einem von Rassismus geprägten Land etwas zu verändern:

"Ich sage immer, Italien ist ein Land, eingebunden in Traditionen – rassistisch eher weniger. Aber Veränderungen sind in so einem traditionsgebundenen Land sehr schwierig. Aber ich bin überzeugt, dass solche Sachen wie Romane schreiben oder so eine Serie machen etwas bewegen können."

Die Serie basiert auf seinem Roman (2018) "Non ho mai avuto la mia età" („Ich hatte nie mein wahres Alter").

Netflix betreibt seit Jahren eine nationale Produktionspolitik, mit lokalen Talenten als Autoren, Schauspielern und Regisseuren.

Daniela Scattolin ist “Sara” in “Zero”:

“Für uns in der italienischen Welt war es ein Gefühlsauslöser und für mich persönlich eine Befriedigung, ich fühlte mich gut dabei. Für mich war es nicht nur ein Job. 'Zero' war ein Beitrag zu… wie sagt man? Ein Beitrag zur Veränderung.”

Die vollständig in Italien produzierte Serie ist in viele europäische Sprachen adaptiert und weltweit verbreitet, Start in Deutschland war am 21. April.

su mit AP