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EU macht einen Strich durch farbige Tattoos

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Von Euronews  mit dpa
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EU macht einen Strich durch farbige Tattoos
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Mit farbenfrohen Tätowierungen ist ab dem 4. Januar Schluss. Denn es gilt eine neue EU-Verordnung. Viele Chemikalien in Tattoo-Farben sind davon betroffen.

Auf der Bannliste stehen Tausende Substanzen. Viele von ihnen sind aus Sicht der EU potenziell gefährlich oder nicht ausreichend erforscht.

2020 wurde das Verbot beschlossen, die Übergangszeit läuft nun aus. Das Ziel sei laut der EU-Kommission nicht, Tätowierungen grundsätzlich zu verbieten, sondern es gehe darum, "Tätowierfarben und Permanent-Make-up sicherer zu machen".

Die Tätowier-Branche ist durch die Coronavirus-Pandemie stark gebeutelt. Die neue EU-Verordnung tritt also zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt in Kraft. Auf dem deutschen Markt verfügbare Farben entsprechend der EU-Verordnung sind momentan nur Schwarz, Grau und Weiß. Blau- und Grüntöne sollen noch eine Übergangszeit bis 2023 haben, dann sind auch sie verboten. 

Die Branche arbeitet allerdings schon an neuen Farben mit Inhaltsstoffen, die nicht unter die EU-Verordnung fallen. 

Im vergangenen Jahr haben noch viele Kundinnen und Kunden versucht, einen Termin im Tätowierstudio zu bekommen, vor allen Dingen wenn sie bereits eine farbige Tätowierung an ihrem Körper in Arbeit hatten.