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Die Gnade der Unterhose: Tätowierungsinferno in Paris

Die Gnade der Unterhose: Tätowierungsinferno in Paris
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Dort, wo früher Rinder geschlachtet wurden, wird in diesen Tagen tätowiert. In der Rinderhalle von La Villette in der französischen Hauptstadt Paris geht an diesem Sonntag die Tätowierungsweltmeisterschaft zu Ende. Eine Messe für alle, die sich für Tätowierungen interessieren, - solche, die bleiben, und solche, die wieder abgehen.

Wer eine Tätowierungsphobie hat, sollte sich nicht hierher wagen. Auch ohne Phobie kommt man hier, umgeben von schreienden Manga-Tätowierungen, großflächigen polynesischen Tätowierungen in schrillen Farben und dem Surren der Nadel, schnell an seine Grenzen.

In diesem Jahr wurde der Kombination Tanz und Tätowierung freier Raum gegeben. Bei den Herren, und nur dort, gibt der Slip den Augen einen Ort der Ruhe. Choreograf Philippe Decouflé scheint zu bedauern, dass seine Tänzer Unterhose tragen müssen. Das sei die einzige Einschränkung, sagt er. Sonst könne man den ganzen Körper mit Tätowierungen übersäen. Er habe sich für großflächige Tätowierungen entschieden. "Das macht Spaß, das ist eine Herausforderung", meint der Künstler begeistert.

Es ist das achte Mal, dass die Tätowierungsmesse in Paris stattfindet. Auf dem Programm: Stände von Fachleuten, Ausstellungen, Seminare oder Konzerte.

Von den Gefahren der Tätowierung, vor allem für die Leber, spricht hier keiner. Auch nicht, dass jeder Zweite seine Tätowierung bereut und das Business mit der Tattoo-Entfernung weltweit boomt.