Wendepunkt im Krieg? USA warnen China vor Waffenlieferungen an Russland

Wang Yi spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz in München,
Wang Yi spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz in München, Copyright AP Photo/Petr David Josek
Von Euronews mit DPA/AFP
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Es gebe Informationen, das China die Lieferung von Waffen und Munition an Moskau erwäge, so US-Außenminister Anthony Blinken nach dem Gespräch mit Wang Yi. Diese Eskalation würde "ernste Konsequenzen" für China nach sich ziehen.

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Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, hat sich bei der Sicherheitskonferenz in München dafür ausgesprochen, die Ukraine militärisch stärker und schneller zu unterstützen. Angesichts des großen Munitionsbedarfs werde in der EU an einem neuen Beschaffungsverfahren gearbeitet.

Präsident Selenskyj und die Ukrainer hätten viel Beifall, aber nicht genug Munition erhalten. Das sei das Paradoxe. Es brauche weniger Beifall, dafür eine bessere Versorgung mit Waffen.

Chinesische Friedensinitiative - und US-amerikanische Warnung

Am Rande der Sicherheitskonferenz kam es auch zu einem Gespräch zwischen dem US-Außenminister Antony Blinken und Chinas oberster Außenpolitiker Wang Yi, das erste Treffen ranghoher Vertreter beider Länder seit dem Abschuss eines Ballons an der US-Ostküste vor zwei Wochen.

China kündigte überraschend eine Friedensinitiative für die Ukraine an - ohne jedoch Details zu nennen. Die USA hingegen warnten China vor Waffenlieferungen an Russland. Es gebe Informationen, das China dies erwäge, so US-Außenminister Anthony Blinken nach dem Gespräch mit Wang Yi. Diese Eskalation würde "ernste Konsequenzen" für China nach sich ziehen.

Kuleba: "Ukraine braucht Munition, Artillerie und Panzer"

Auch die US-Vizepräsidentin Kamala Harris, die am Samstag in München anwesend war, hatte die von China an den Tag gelegte Neutralität infrage gestellt. Die USA seien beunruhigt über die Tatsache, dass Peking seine Beziehungen zu Moskau seit Beginn des Krieges vertieft habe.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock begrüßte die Initiative Pekings. Es sei gut, wenn China eine Verantwortung sehe, für den Weltfrieden einzustehen.

Der ukrainische Außenminister Kuleba reagierte zurückhaltend auf die Ankündigungen des mit Russland verbundenen Landes und schloss Verhandlungen, die zu einem Gebietsverlust der Ukraine führen könnten, aus. Er wiederholte die Bedürfnisse seines Landes: Die Ukraine brauche "Munition, Artillerie und Panzer".

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