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Mehr Frauen in Europas Wissenschaft – doch Privatwirtschaft bremst den Trend

Immer mehr von ihnen sind Frauen: Die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen in der EU stieg von 3,4 Millionen im Jahr 2008 auf 7,9 Millionen im Jahr 2024.
Immer mehr von ihnen sind Frauen: Die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen in der EU stieg von 3,4 Millionen im Jahr 2008 auf 7,9 Millionen im Jahr 2024. Copyright  Euronews
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Von Inês Trindade Pereira & video by Maud Zaba
Zuerst veröffentlicht am
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Die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen in der EU ist seit 2008 stark gestiegen. Trotzdem bleiben Frauen in vielen Bereichen, vor allem in der Privatwirtschaft und bei Selbstständigen, deutlich unterrepräsentiert und die Unterschiede zwischen Ländern und Regionen sind groß.

Wissenschaft und Technologie sind ein großer Arbeitsmarkt in Europa. In der EU waren 2024 mehr als 73,8 Millionen Menschen zwischen 25 und 64 Jahren in diesen Bereichen beschäftigt.

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Der Frauenanteil wächst. Nach neuen Eurostat-Daten stieg die Zahl der Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen von 3,4 Millionen im Jahr 2008 auf 7,9 Millionen im Jahr 2024.

Trotzdem bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Sektoren. Der Bericht "She Figures 2024" der EU-Kommission zeigt: Im Hochschulsektor liegt der Anteil von Forscherinnen bei 44 Prozent, im öffentlichen Sektor bei 45 Prozent. In der Privatwirtschaft sind Frauen deutlich seltener vertreten. Im Unternehmenssektor beträgt ihr Anteil nur 22 Prozent.

Auch bei der Selbstständigkeit bleibt die Lücke groß. Frauen stellen nur 25 Prozent der Selbstständigen in Wissenschaft und Technik sowie in der IKT.

"Die Geschlechtertrennung bleibt eine Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt jedoch einen allmählichen Trend zur Umkehrung dieser Situation, was auf langsame, aber stetige Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter hindeutet", heißt es im Bericht.

Zwischen den EU-Ländern gibt es große Unterschiede. Die höchsten Anteile an Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen verzeichneten Lettland mit 50,9 Prozent, Dänemark mit 48,8 Prozent und Estland mit 47,9 Prozent.

Am niedrigsten ist der Frauenanteil in Finnland mit 30,7 Prozent, in Ungarn mit 31,7 Prozent und in Luxemburg mit 32,4 Prozent.

In einigen Teilen Europas sind Frauen sogar in der Mehrheit. Eurostat zählt 11 Regionen in Spanien, Portugal, Polen, Bulgarien, Schweden und Lettland, in denen mehr Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen arbeiten als Männer.

Den höchsten Wert haben die Kanarischen Inseln mit 58,8 Prozent. Es folgen die Azoren und Madeira mit 57,3 beziehungsweise 56,4 Prozent.

Am anderen Ende der Skala stehen Közép-Magyarország in Ungarn mit 30,0 Prozent, Manner-Suomi in Finnland mit 30,7 Prozent und Sud in Italien mit 31,1 Prozent.

Unterschiede zeigen sich auch bei der Herkunft. Frauen, die außerhalb der EU geboren wurden, sind seltener als Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen beschäftigt. Ihr Anteil liegt bei 36 Prozent. Bei Frauen, die in einem anderen EU-Land geboren wurden, sind es 43 Prozent. Und bei Frauen, die im Land arbeiten, in dem sie geboren wurden, 42 Prozent.

Die niedrigsten Anteile außerhalb der EU geborener Wissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen gibt es in Luxemburg mit 21 Prozent und in den Niederlanden mit 26 Prozent.

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