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Nasa: ISS-Astronauten in Evakuationsbereitschaft wegen Luftleck

Standbild von NASA TV: Die Raumstation ISS, aufgenommen aus der SpaceX-Crew-Dragon-Kapsel am Samstag, 24. April 2021.
Standbild von NASA TV zeigt die Internationale Raumstation, gesehen aus der SpaceX-Kapsel Crew Dragon am Samstag, 24. April 2021. Copyright  AP Photo
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die vier Astronauten auf der Internationalen Raumstation stehen bereit zur Evakuierung. Russische Kosmonauten versuchen, ein wachsendes Luftleck zu stoppen.

Die NASA soll die Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) angewiesen haben, sich wegen „Luftlecks“ auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.

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Das melden internationale Medien, darunter die Daily Mail. Die US-Raumfahrtbehörde habe die Besatzung angewiesen, sich auf eine mögliche Räumung vorzubereiten. Hintergrund ist offenbar ein Leck in einem russischen Modul der Station, in dem es bereits seit 2019 ähnliche Probleme gibt.

Bethany Stevens, Pressesprecherin der NASA, erklärte in einer auf X veröffentlichten Mitteilung, dass „der Transferkanal des Servicemoduls Zvezda, bekannt als PrK, seit Langem Risse und Lecks aufweist, die Roscosmos bislang so gut wie möglich eingedämmt hat“.

Nach neuen Austritten habe Roscosmos beschlossen, am Freitag, dem fünften Juni, umfangreichere Reparaturen vorzunehmen. Aus größter Vorsicht ordnete die NASA an, dass die vier Mitglieder der SpaceX-Mission Crew‑12 und der US-Astronaut Chris Williams während der Arbeiten in der Dragon-Raumkapsel strenge Sicherheitsmaßnahmen einhalten.

„Wir arbeiten weiter mit unseren russischen Partnern und dem Rest der internationalen Gemeinschaft zur Unterstützung der Internationalen Raumstation zusammen, um zu einer dauerhaften Lösung zu gelangen.“

Derzeit befinden sich vier Astronautinnen und Astronauten der NASA-Mission Crew‑12 an Bord – zwei US-Amerikaner, eine Französin und ein Russe. Der Befehl aus dem NASA-Kontrollzentrum, auf das Raumschiff Crew Dragon zu wechseln, soll am vergangenen Montag um 9.04 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste eingetroffen sein.

Ein NASA-Beamter stellte laut Daily Mail klar, dass die Besatzung ihre Raumanzüge anlegen musste, um für eine Notfall-Evakuierung bereit zu sein.

Die NASA und die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos, die die Station gemeinsam betreiben, diskutieren seit Monaten über Ursache und mögliche Lösungen der kleinen Luftlecks im russischen Servicemodul Zvezda, einem Schlüsselteil des Labors, das in etwa die Größe eines Fußballfelds hat.

In den vergangenen Monaten blieben die Luftverluste relativ gering. Am Montag stiegen sie jedoch von einem halben Kilogramm Luft pro Tag auf ein Kilogramm. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch atmet im Schnitt zwischen zehn und 15 Kilogramm Luft pro Tag ein und aus.

Was passiert ist

Die Astronautinnen und Astronauten der Mission Crew‑12 haben die Internationale Raumstation ISS nicht verlassen und sind auch nicht zur Erde evakuiert worden. Sie zogen jedoch vorübergehend in die SpaceX-Kapsel Crew Dragon um – als vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme während einer kritischen Phase der Arbeiten am russischen Modul Zvezda.

Der Befehl erfolgte, nachdem sich die Luftlecks im Transferkanal PrK verschlechtert hatten. Die NASA ordnete daraufhin an, in dem an die ISS angedockten Raumschiff Zuflucht zu suchen. Nach Überprüfungen und Fortschritten bei den Reparaturen durch Roscosmos stuften die Verantwortlichen die Lage als unter Kontrolle ein, und die Crew kehrte zu ihren regulären Aufgaben an Bord der weiterhin voll funktionsfähigen und dauerhaft bemannten Station zurück.

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