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USA melden Schlag gegen 16 iranische Minenlegerschiffe nahe der Straße von Hormus

 Fotosuche DATEI - Eine Rauchwolke steigt nach einem Streik in Teheran (Iran) auf, Montag, 2. März 2026
Fotosuche DATEI - Eine Rauchwolke steigt nach einem Streik in Teheran (Iran) auf, Montag, 2. März 2026 Copyright  AP Photo
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Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Washington hat nach eigenen Angaben 16 iranische Minenleger nahe der Straße von Hormus zerstört, nachdem Teheran gedroht hatte, die Passage durch die Wasserstraße zu blockieren. Der Iran startet derweil neue Raketen- und Drohnenangriffe, während die UN vor einer wachsenden Krise im Libanon warnen.

Die USA erklärten, sie hätten am Dienstag mehr als ein Dutzend iranische minenlegende Boote und Schiffe ausgeschaltet. Zuvor hatte Teheran gedroht, die Ölexporte der Region zu blockieren. Der Iran kündigte an, er werde nicht zulassen, dass "auch nur ein einziger Liter" durch die Straße von Hormus an seine Feinde geliefert werde.

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In einem Beitrag am späten Dienstagabend auf Truth Social erklärte US-Präsident Donald Trump, Washington habe Präventivmaßnahmen ergriffen. Er hatte den Iran zuvor vor heftigen Konsequenzen "in einem noch nie dagewesenen Ausmaß" gewarnt.

"Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir in den letzten Stunden 10 inaktive Minenlegerboote und/oder -schiffe getroffen und vollständig zerstört haben, und dass weitere folgen werden", schrieb Trump.

Das US-Zentralkommando bestätigte später auf X, dass die Zahl der getroffenen Minenlegerschiffe auf 16 angestiegen sei. Die Angriffe erfolgten, während die Sorge über Teherans Drohung wuchs. Nach Ansicht Washingtons würde sie die globalen Energiemärkte und den internationalen Schiffsverkehr weiter destabilisieren.

Am Dienstag, dem elften Tag des Krieges der USA und Israels gegen den Iran, kam es nach Angaben von Bewohnern der iranischen Hauptstadt zu einigen der bisher schwersten Angriffen. Ähnlich äußerte sich US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er erklärte bei einem Briefing am Dienstag, die US-Angriffe würden noch intensiver werden.

Der Iran übte den Tag über Vergeltung. Teheran feuerte mehrere Raketen- und Drohnensalven auf Israel und benachbarte Golfstaaten ab, in denen auch US-Stützpunkte liegen. Mehrere Länder der Region meldeten am Dienstag Angriffe aus dem Iran, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait.

Die Auswirkungen des Konflikts waren im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus zu spüren. Die iranische Führung schloss Gespräche mit den USA aus. Sie verwies auf mangelnde Aufrichtigkeit und eine "bittere Erfahrung" mit Washington. Zugleich drohte Teheran Trump und startete neue Angriffe gegen Israel sowie gegen arabische Golfstaaten.

Israel greift nach eigenen Angaben weiterhin täglich Ziele im Libanon an. Die israelischen Streitkräfte erklärten, sie wollten vom Iran unterstützte Hisbollah-Mitglieder, Einrichtungen und Infrastruktur im ganzen Land zerstören.

Trump spricht zu Reportern, während Verteidigungsminister Pete Hegseth an Bord der Air Force One auf dem Weg von der Dover Air Force Base zuhört, Samstag, 7. März 2026
Trump spricht zu Reportern und Verteidigungsminister Pete Hegseth hört zu, während er an Bord der Air Force One auf dem Weg von der Dover Air Force Base ist, Samstag, 7. März 2026 Mark Schiefelbein/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.

Nach Angaben libanesischer Behörden wurden bei israelischen Angriffen auf die Städte Tyrus und Sidon am Dienstag mindestens sieben Menschen getötet. Dutzende weitere seien verletzt worden. Diese Zahlen kommen zu den am Vortag veröffentlichten Angaben hinzu. Demnach liegt die Zahl der Todesopfer im bisherigen Verlauf des Krieges laut Angaben aus Beirut bei mindestens 397.

Die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt über eine wachsende humanitäre Krise im Libanon, der bereits wirtschaftlich angeschlagen ist. Nach UN-Angaben wurden in den vergangenen zwei Wochen mindestens 667.000 Menschen durch israelische Angriffe vertrieben.

Auch die USA aktualisierten am Dienstag ihre Opferzahlen. Hintergrund sind fortgesetzte iranische Angriffe auf US-Kriegsschiffe in der Region sowie auf regionale Stützpunkte, Botschaften und diplomatische Vertretungen. Nach Angaben des Pentagon gibt es weiterhin sieben Tote und etwa 140 Verletzte. Es handele sich ausschließlich um Angehörige der Streitkräfte.

Ein Mann geht an einem zerstörten Gebäude vorbei, in dem Al-Qard Al-Hassan untergebracht ist, ein von der Hisbollah betriebenes Finanzinstitut, das keine Bank ist, in Dahiyeh, Beirut, Dienstag, 10. März 2026
Ein Mann geht vor einem zerstörten Gebäude vorbei, in dem Al-Qard Al-Hassan, ein von der Hisbollah geführtes Nicht-Bank-Finanzinstitut, untergebracht ist, in Dahiyeh, Beirut, Dienstag, 10. März 2026 Hussein Malla/Copyright 2026 The AP. All right reserved

Anzeichen für eine Entspannung gibt es nicht. Iran und Israel meldeten am frühen Mittwoch erneut einen Schusswechsel, während der Krieg in den zwölften Tag geht. Kuwait erklärte am Mittwoch, acht iranische Drohnen abgefangen zu haben. Saudi-Arabien teilte mit, zudem fünf Drohnen zerstört zu haben, die auf das Ölfeld Shaybah gerichtet gewesen seien.

Israel erklärte, am Mittwoch ein neues Sperrfeuer auf mehrere Stellungen in Teheran und im Libanon abgefeuert zu haben. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, sein Land werde so lange kämpfen, bis der Iran und seine regionalen Stellvertreter keine Bedrohung mehr darstellten.

Diese Aussagen standen im Kontrast zu Trumps Darstellung. Der US-Präsident erklärte, die gemeinsamen Operationen liefen gut und "deutlich vor dem Zeitplan". Er versicherte republikanischen Abgeordneten, er erwarte ein Ende des Krieges "sehr bald".

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