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Katarische Unterhändler erneut in Teheran: Rückt ein Iran-USA-Deal näher?

Katarische Delegation in Teheran (Symbolfoto)
Katarische Delegation in Teheran (Symbolfoto) Copyright  AP Photo
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Von Massoud Salari
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Iranische Regierungsvertreter zeigen sich optimistisch, dass ein Abkommen bald zustande kommen könnte. Laut Fars werden die politischen, rechtlichen und technischen Details weiter geprüft. Ein neuer Katar-Besuch in Teheran nährt Spekulationen über eine Einigung.

Teheran hat über das vorgeschlagene Memorandum of Understanding noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Das berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Verhandlungsteams. Die politischen, rechtlichen und technischen Aspekte der Vorschläge würden weiterhin geprüft. Die zuständigen Stellen bewerteten die einzelnen Punkte derzeit "mit großer Sorgfalt", sowohl auf fachlicher Ebene als auch in den zuständigen Entscheidungsgremien.

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Der iranische Außenminister Abbas Araghchi schrieb am Freitag auf X, das "Memorandum von Islamabad" sei einer endgültigen Einigung "so nahe wie noch nie". Außenamtssprecher Esmail Baqaei erklärte am Samstag, die Chancen stünden gut, dass das Memorandum of Understanding in den kommenden Tagen abgeschlossen werde.

Berichte über eine mögliche Reise des iranischen Verhandlungsteams nach Genf oder Islamabad in den nächsten zwei Tagen wies er jedoch zurück. Derzeit seien keine entsprechenden Reisen geplant, betonte er.

Berichte: Katarische Unterhändler wohl erneut in Teheran

Unterdessen hat Katar seine Unterstützung für die von Pakistan vermittelte diplomatische Initiative zwischen Teheran und Washington erneut bekräftigt. Doha hatte bereits in den vergangenen Wochen erklärt, den Verhandlungsprozess gemeinsam mit Islamabad zu unterstützen, um den Krieg zu beenden und die Spannungen in der Region abzubauen.

Iranische Medien berichteten am Sonntag zudem über die Ankunft einer katarischen Delegation in Teheran. Die Nachrichtenagenturen ISNA und Tasnim meldeten, die Delegation unter Leitung eines Beraters des katarischen Außenministers solle den Austausch von Botschaften zwischen Teheran und Washington fortsetzen und die jüngsten Entwicklungen im diplomatischen Prozess bewerten. Auch der katarische Sender Al Jazeera griff die Berichte auf.

Es ist bereits die zweite Reise einer katarischen Delegation nach Teheran innerhalb weniger Tage. Bereits am Mittwoch war eine weitere Delegation in Iran eingetroffen. Das katarische Außenministerium teilte am Samstag auf X mit, Premier- und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani habe mit Pakistans Ministerpräsident Muhammad Shehbaz Sharif telefoniert. Dabei habe sich der Minister erfreut über die Fortschritte der Verhandlungen gezeigt und die pakistanische Vermittlung bei der Ausarbeitung eines endgültigen Friedensabkommens begrüßt.

Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Vereinigten Staaten und Iran ein entsprechendes Abkommen bald unterzeichnen würden. Einen Tag später teilte das Außenministerium mit, Scheich Mohammed habe zudem mit Kuwaits Außenminister Scheich Jarrah Jaber Ahmad Al-Sabah telefoniert. Beide Seiten hätten ihre Zufriedenheit über die bisherigen Fortschritte der Gespräche zum Ausdruck gebracht und die Hoffnung geäußert, dass Washington und Teheran das Abkommen zeitnah unterzeichnen.

Zugleich bekräftigten beide Minister ihre Unterstützung für weitere diplomatische Bemühungen, um offene Fragen auf friedlichem Weg zu lösen und die Stabilität in der Region zu stärken.

Hardliner verlangen Klarheit über Entschädigungsmechanismus

Die jüngsten Berichte stoßen jedoch auf Widerstand in Teilen des iranischen Machtapparats. Vor allem hardlinernahe Kräfte stehen der Vereinbarung weiterhin kritisch gegenüber. In einem Leitartikel der Tageszeitung Kayhan vom Sonntag richtete deren Chefredakteur Hossein Shariatmadari eine Reihe von Fragen an Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi. Kayhan gilt als eine derregimetreuesten und hardliner-nahesten Zeitungen Irans.

Shariatmadari forderte unter anderem Klarheit darüber, wie die Zukunft der Straße von Hormus geregelt werden soll und auf welcher Grundlage im Falle eines Abkommens Entschädigungen von den USA und ihren Verbündeten eingefordert würden. Er betonte, die mögliche Sperrung der Straße von Hormus habe zu den wichtigsten Druckmitteln Irans in der jüngsten Konfrontation gezählt und erheblichen Druck auf die Handels- und Wirtschaftswege der Gegenseite ausgeübt.

Es müsse daher offengelegt werden, auf welcher Grundlage Iran auf dieses strategische Druckmittel verzichten solle und welche Gegenleistungen dafür vorgesehen seien, schrieb er. Zudem fragte Shariatmadari, ob das diskutierte Abkommen Einschränkungen für die Durchfahrt von Schiffen vorsehe, die mit den USA, Israel oder bestimmten arabischen Staaten verbunden sind. Diesen Ländern schreibt er eine Beteiligung am jüngsten Krieg gegen Iran zu.

In einem weiteren Teil seiner Kolumne ging Shariatmadari auf die Frage möglicher Entschädigungszahlungen ein. Die Forderung nach Schadenersatz von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten gehöre zu den Bedingungen, die das Oberhaupt der Islamischen Republik formuliert habe, schrieb er.

Shariatmadari, Chefredakteur von Kayhan, gilt als eine der einflussreichsten Hardliner-Stimmen im konservativen Lager Irans und als Politiker mit engen Verbindungen zur Führung der Islamischen Republik. Zugleich wollte er von Ghalibaf und Araghchi wissen, durch welchen Mechanismus mögliche Entschädigungszahlungen abgesichert werden sollen.

Eine bloße Zusage der USA reiche aus seiner Sicht nicht aus, um deren Umsetzung zu garantieren. Zur Begründung verwies er darauf, dass Washington nach seiner Auffassung frühere Verpflichtungen nicht eingehalten habe.

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