Nach wochenlanger Unsicherheit sind 101 Frauchen und Herrchen mit ihren Tieren aus Abu Dhabi nach Griechenland heimgekehrt. Mehrere Medien hatten berichtet, Ausländer hätten ihre Hunde und Katzen in Dubai zurückgelassen.
Dutzende Hunde und Katzen sind mit ihren Besitzern auf einem speziellen Rückführungsflug aus Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Athen gelandet.
Auf dem Athener Flughafen spielten sich bewegende Szenen ab, als die Tiere freudig umhersprangen, nachdem sie aus ihren speziellen Transporttaschen befreit worden waren. Noch mehr freuten sich die Herrchen und Frauchen.
"Für mich ist mein Haustier, meine Katze, meine Familie. Ich kann sie auf keinen Fall zurücklassen. Und im Moment nehmen die Fluggesellschaften, die die VAE anfliegen, aufgrund der Situation keine Haustiere an. Sie lassen keine Haustiere in der Kabine zu. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen für Haustiere im Gepäckraum, und diese wurden erst Ende letzter Woche angeboten. Es ist also sehr, sehr schwierig, das Land mit unseren Haustieren zu verlassen", erklärte eine junge Frau.
Der Flug wurde aufgrund von Drohnenangriffen in der Nähe des Flughafens von Abu Dhabi um einige Tage verschoben. Schließlich ging aber alles glatt beim Sonderflug aus Abu Dhabi mit 101 Passagieren und 45 Haustieren.
Haben Ausländer ihre Tiere in Dubai zurückgelassen?
Die britische Daily Mail hatte berichtet, wegen der iranischen Angriffe heimkehrende Expats aus Dubai hätten ihre Haustiere in Dubai zurückgelassen. Tierschützer beklagten, Tierheime in den Vereinigten Arabischen Emiraten seien völlig überlastet. Tierärzte hätten sogar gesunde Tiere eingeschläfert, weil die abreisenden Besitzer nicht genug Geld hatten, um jemanden zu finden, der für sie sorge.
Das Tierheim K9 Friends in Dubai hat Medienberichten zufolge die Herrchen und Frauchen dazu aufgerufen, ihre Tiere mit nach Hause zu nehmen. Einige hatten offenbar ihre Katzen in Transportkisten ausgesetzt - mit einem Zettel, auf dem sie darum baten, sich um die Tiere zu kümmern.
In den ersten zehn Tagen im März hatten allein 45.000 Briten wegen des Iran-Kriegs die Region verlassen. "Dubai Street Kitties" schrieb laut dem GUARDIAN in den sozialen Netzwerken, dass die Situation die Wohltätigkeitsorganisation überfordere. "Wir sind voll ausgelastet. Jeder Platz ist belegt. Und dennoch reißen die Anrufe nicht ab. Verletzte Katzen. Ausgesetzte Katzen. Kätzchen, die auf sich allein gestellt sind."
Influencerinnen und Influencer aus Frankreich haben sich gegen die Vorwürfe verteidigt, sie hätten ihre Tiere ausgesetzt. Einige erklärten, ihre Hunde seien in der Obhut der Hausangestellten, die sich vor Ort um sie kümmerten.
Die Stadtverwaltung von Dubai hat jetzt automatische Fütterungsstationen - vor allem für streunende Katzen - aufgebaut. Die zwölf sogenannten "Ehsam Stations" funktionieren laut Behörden mit künstlicher Intelligenz.