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Verdächtige Pakete in Brüssel: Bahnhof Gare du Midi evakuiert

Fahrgäste gehen während eines Zugstreiks am Mittwoch, 22. April 2015, durch einen ruhigen Brüsseler Midi-Bahnhof.
Fahrgäste gehen während eines Zugstreiks am Mittwoch, 22. April 2015, durch einen ruhigen Brüsseler Midi-Bahnhof. Copyright  AP Photo/Thierry Monasse, File
Copyright AP Photo/Thierry Monasse, File
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Der Bahnhof und die Metrostation Gare du Midi wurden am Montagabend evakuiert, nachdem zwei mysteriöse Pakete gefunden worden waren, die sich jeweils auf einem anderen Bahnsteig befanden.

Die Polizei führte am Montagabend Durchsuchungen im Brüsseler Bahnhof Gare du Midi durch, nachdem zwei verdächtige Pakete auf verschiedenen Bahnsteigen gefunden worden waren, teilten die Behörden mit.

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Nach Angaben der Bundespolizei wurde ein Paket gegen 17:20 Uhr auf Bahnsteig 20 und ein weiteres auf Bahnsteig 18 entdeckt. Sowohl der Bahnhof als auch die U-Bahn wurden vorsorglich evakuiert.

Der Zugverkehr wurde vollständig eingestellt: Alle Züge von und nach Brüssel-Midi wurden gestoppt, was in der Hauptverkehrszeit zu erheblichen Störungen führte.

Auch der Bombenentschärfungsdienst der Armee (DOVO) wurde hinzugezogen, um die Pakete zu untersuchen.

Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach dem zehnten Jahrestag der Terroranschläge von 2016 in Brüssel – ein Trauma, das bis heute nachwirkt und laut Behörden den Fokus auf Geheimdienstarbeit und Terrorismusbekämpfung geschärft hat.

Damals wurden die Metrostation Maelbeek und der Flughafen Brüssel-Zaventem angegriffen. 32 Menschen kamen ums Leben, mehr als 300 wurden verletzt – das schwerste Attentat in Belgien in Friedenszeiten.

Die Terrorwarnstufe in Belgien bleibt weiterhin auf "ernst" (Stufe drei von vier). Hintergrund ist unter anderem ein Anschlag im Oktober 2023, bei dem ein Bewaffneter in Brüssel zwei schwedische Fußballfans erschoss, bevor er von der Polizei getötet wurde.

Nach den Anschlägen von 2016 war Belgien wegen Sicherheitsmängeln kritisiert worden. Der Leiter des nationalen Zentrums für Bedrohungsanalyse (OCAM), Gert Vercauteren, erinnerte daran, dass daraus Konsequenzen gezogen wurden.

Heute betonen Justiz, Polizei und Nachrichtendienste, dass der Informationsaustausch deutlich verbessert worden sei. Die Zahl der Mitarbeiter des staatlichen Sicherheitsdienstes sei innerhalb eines Jahrzehnts von 600 auf 950 gestiegen.

"Wir haben die richtigen Lehren gezogen", sagte Vercauteren.

Ein wichtiger Fortschritt sei zudem die Einführung einer gemeinsamen Datenbank mit Extremistenprofilen. Auf diese können alle Sicherheitsbehörden zugreifen – einschließlich der kommunalen Polizei, die eng mit lokalen Behörden zusammenarbeitet. Die Datenbank wird kontinuierlich aktualisiert.

Weitere Quellen • AFP

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