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Kriegsschiffe für Hormus? Verbündete planen Schutzmission auf See

Ein kleines Motorboot fährt in der Straße von Hormus an vor Anker liegenden Schiffen bei Bandar Abbas im Iran vorbei, Donnerstag, 11. Juni 2026
In der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Iran fährt ein kleines Motorboot an vor Anker liegenden Schiffen vorbei. Aufgenommen am Donnerstag, dem elften Juni 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am
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Nach der angekündigten Waffenruhe mit Iran wollen mehrere G7-Staaten die Schifffahrt in der Straße von Hormus absichern. Kriegsschiffe könnten Tanker eskortieren, Minenräumboote die Route sichern.

Die von US-Verbündeten geplante Marineoperation in der Straße von Hormus soll nach der Einigung zur Beendigung des Kriegs mit Iran die Sicherheit der Schifffahrt gewährleisten.

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Minenräumboote sollen Sprengkörper beseitigen, Kriegsschiffe könnten Handelsschiffe eskortieren. Ziel ist es, das Vertrauen von Besatzungen und Versicherern in die Sicherheit der wichtigen Wasserstraße wiederherzustellen. Frankreich und das Vereinigte Königreich arbeiten seit Monaten an entsprechenden Plänen.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien hatten sich zuletzt bereit erklärt, eine Militärmission zur Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu unterstützen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron brachte die Idee bereits im März auf dem Höhepunkt der Kämpfe ins Spiel. Demnach könnten Kriegsschiffe Tanker und Containerschiffe durch die strategisch wichtige Meerenge begleiten, sobald sich die Lage stabilisiert hat. US-Präsident Donald Trump sagte Macron am Montag beim Gipfel der Gruppe der Sieben (G7), er sehe dafür keinen großen Bedarf.

Die Straße werde dank der vorläufigen Einigung mit Iran "offen sein". "Ich halte es nicht für eine schlechte Idee, ein oder zwei Schiffe aus einigen Ländern hier zu haben. Ihr wärt ein großartiges Land dafür", sagte Trump zu dem französischen Präsidenten.

Für Wadephul ist Militärmission noch nicht absehbar

Hilfe bei der Minenräumung der Hormus-Straße kann nach Auffassung von Bundesaußenminister Johann Wadephul nur unter klaren Voraussetzungen geben. Es sei noch nicht absehbar, dass sich Deutschland in dem Gebiet an einer Militärmission zur Sicherung des Schiffsverkehrs beteiligt, so Wadephul im ZDF.

Zu den Voraussetzungen gehörten unter anderem, dass man wissen müssen, ob es tatsächlich keine Kampfhandlungen mehr gebe. Außerdem müssten zuvor völkerrechtliche Grundlagen geklärt werden. Nach dem deutschen Recht brauche es für einen solchen Einsatz auch ein Mandat des Bundestags, betonte Wadephul. Das stehe derzeit ebenfalls nicht bevor.

In einer gemeinsamen Erklärung begrüßten die US-Verbündeten die Grundsatzeinigung, die die vorläufige Waffenruhe zwischen den USA und Iran verlängern und zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen soll. Man sei "entschlossen, unseren Beitrag zu leisten", um die Wasserstraße rasch und mit "uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt" wieder zugänglich zu machen.

Die Erklärung wurde von Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Japan und Italien veröffentlicht. Später schloss sich auch Kanada an. Zusammen mit den USA gehören alle Staaten der G7 an. Sie schlagen "eine strikt defensive und unabhängige Mission vor, die den kommerziellen Schiffsverkehr absichern und Minenräumungen durchführen soll".

Der französische atomgetriebene Flugzeugträger "Charles de Gaulle" befindet sich bereits in der Region. Macron hatte ihn Anfang März zunächst ins östliche Mittelmeer entsandt und später durch den Suezkanal ins Arabische Meer verlegen lassen. Nach Angaben Macrons könnten auch andere bereits in der Region präsente Staaten kurzfristig Unterstützung leisten, darunter die Niederlande, Italien und das Vereinigte Königreich. Macron sagte Trump, französische Kampfflugzeuge könnten bereits am Dienstag Aufklärungsflüge über der strategisch wichtigen Wasserstraße aufnehmen.

Innerhalb von 48 Stunden könnten Fregatten folgen, "und in zwei bis drei Tagen der Flugzeugträger".. "Natürlich setzt all das voraus, dass es gewünscht und angefordert wird", sagte Macron. "Vielleicht wird es nicht gewollt, vielleicht ist es nicht nötig. Aber es zeigt in jedem Fall unsere Bereitschaft zu helfen."

Minenräumboote sollen die Wasserstraße von Unterwassergefahren befreien. Solche Sprengkörper können raketengetrieben sein, an Kabeln hängen oder auf dem Meeresboden liegen und durch Geräusche, Bewegungen oder Licht ausgelöst werden. Trump erklärte, es seien bereits Minen entdeckt worden, die Suche nach weiteren dauere an.

Die Straße sei jedoch "bereits teilweise geöffnet".

Die britische Royal Navy demonstrierte unterdessen ihre Fähigkeiten für einen solchen Einsatz. Sie gewährte Journalistinnen und Journalisten Zugang zur "RFA Lyme Bay", die im vergangenen Monat vor der Küste Gibraltars auf ihren Einsatz wartete.

Weitere Quellen • AP

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