Haben russische Störsender dazu geführt, dass ukrainische Drohnen in Finnland abgestürzt sind? Sicherheitsbeamte sollen jetzt ermitteln, woher die Drohnen stammen, die bei Kouvola heruntergekommen sind. Bei mindestens einer handelt es sich um eine ukrainische Drohne.
In der Nähe der südfinnischen Stadt Kouvola sind am Sonntag zwei zunächst nicht identifizierte Drohnen abgestürzt. Nach Ansicht des finnischen Verteidigungsministeriums liegt eine "mutmaßliche Territorialverletzung" vor.
Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo hatte vermutet, dass es sich um von ihrer geplanten Route abgekommene ukrainische Drohnen handelt. Die Vermutung wurde inzwischen von der finnischen Luftwaffe bestätigt: bei mindestens einer Drohne handelt es sich um eine ukrainische.
In der von Wäldern umgebenen Stadt Kouvola leben etwa 78.000 Menschen. Sie liegt weniger als 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
"Drohnen haben sich in Finnlands Territorium verirrt. Wir nehmen das sehr ernst", teilte Verteidigungsminister Antti Hakkanen in einer Erklärung mit. Sicherheitsbeamte seien an den Ort des Geschehens geschickt worden, um den Vorfall zu untersuchen.
Ermittlungen zur Herkunft der Drohnen angelaufen
Orpo wies darauf hin, dass die Ukraine in letzter Zeit Angriffe auf russische Gebiete entlang der 1.340 Kilometer langen Grenze zu Finnland verübt habe. Eine Störung der Signale durch den Kreml könne dazu geführt haben, dass die ukrainischen Drohnen von ihrem Weg abgekommen sind.
Hakkanen sagte, die Untersuchung sei im Gange "und weitere Einzelheiten werden bekannt gegeben, sobald die Informationen überprüft worden sind".
Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums wurden am Sonntagmorgen einige langsam niedrig fliegende Objekte im finnischen Luftraum im Seegebiet und in Südostfinnland beobachtet". Die Luftwaffe habe ein F/A-18 Hornet-Kampfflugzeug zu einer Identifizierungsmission geschickt.
Die Gebiete bleiben zunächst im Zuge weitere Ermittlungen abgesperrt.