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Drohnen-Sichtungen steigen stark – Flughäfen besonders betroffen

Symbolbild: Drohne
Symbolbild: Drohne Copyright  AP Photo/Seth Wenig
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Von Johanna Urbancik
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein Vorfall in Aachen rückt die Sicherheit sensibler Infrastruktur in den Fokus. Laut dem BKA häufen sich Überflüge und Sabotagefälle – betroffen sind Energie, Bahn und militärische Einrichtungen. Auch an Flughäfen steigen die Sichtungen.

Laut der Deutschen Flugsicherung (DFS) wurden von Januar bis Ende Februar 2026 bereits 37 Drohnenüberflüge registriert – mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 95 Prozent der Behinderungen, also 35 von 37, haben sich dem DFS-Bericht zufolge im Großraum eines Flughafens ereignet.

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Anders als vergangenes Jahr wurden dieses Jahr die meisten Sichtungen an den Flughäfen Bremen und Hannover registriert. 2025 hingegen wurden die meisten Sichtungen (48) am Frankfurter Flughafen vermerkt. Wer die Drohnen gesteuert hat, oder wie viele dieser Vorfälle auf Spionage zurückgehen, ist unklar.

Mutmaßliche Spionagefälle über NATO-Standorten

Ein mutmaßlicher Spionagefall an einem NATO-Standort in Nordrhein-Westfalen wirft neue Fragen zur Sicherheit kritlicher Infrastruktur in Deutschland auf. Darüber berichtet die BILD-Zeitung unter Berufung auf ein internes Lagepapier des Bundeskriminalamts.

Demnach stellten Einsatzkräfte Mitte März in Aachen einen 34-jährigen Deutsch-Russen, der eine Drohne über ein NATO-Tanklager gesteuert haben soll. Solche Anlagen gelten als sensibler Bestandteil der europäischen Treibstoffversorgung.

Ein Spaziergänger hatte das Fluggerät entdeckt und die Polizei alarmiert. Kurz darauf trafen die Beamten auf den mutmaßlichen Drohnenpiloten. Der Mann soll eingeräumt haben, gewusst zu haben, dass der Überflug verboten war. Bei ihm fanden die Einsatzkräfte laut BILD unter anderem eine Schreckschusspistole, Funktechnik sowie Ausrüstung für die Drohne. Zudem sollen in seiner Wohnung weitere Waffen und Plakate mit Russland-Bezug entdeckt worden sein. Nun wird geprüft, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder um mögliche Spionage im Auftrag Dritter.

Sicherheitsbehörden warnen vor weiteren Vorfällen

Laut dem BKA-Bericht ist der Fall kein Einzelfall: Allein in diesem Jahr wurden Hunderte Drohnenüberflüge registriert. Hinzu kommen zahlreiche Verdachtsfälle von Sabotage ohne den Einsatz von Drohnen.

Wie konkret die Gefahr sein kann, zeigt ein weiterer Vorfall in Bayern. Dort wurde eine Bahnstrecke gezielt beschädigt, indem Kabel in Brand gesetzt wurden. Der Angriff führte zu erheblichen Störungen im Zugverkehr. An derselben Stelle hatte es bereits zuvor einen ähnlichen Vorfall gegeben.

Im Fokus stehen vor allem Bereiche der kritischen Infrastruktur, darunter die Energieversorgung, Bahnnetze und militärische Einrichtungen.

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