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Selenskyjs Golfreise: Katar und Ukraine unterzeichnen Verteidigungsabkommen

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy bei seiner Ankunft in Doha, Katar, 28. März 2026
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy bei seiner Ankunft in Doha, Katar, 28. März 2026 Copyright  Qatar News Agency
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der ukrainische Regierungschef Wolodymyr Selenskyj ist am Samstag im Rahmen seiner Rundreise durch die Golfregion in Doha eingetroffen, einen Monat nach Beginn des Iran-Krieges.

Katar und die Ukraine haben am Samstag während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Doha ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Doha war die letzte Station seiner Golfreise, bei der es unter anderem um die Unterstützung Kyjiws im Kampf gegen iranische Drohnen und den Aufbau neuer Partnerschaften in der Region ging.

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Selenskyj war zuvor am Donnerstag in Saudi-Arabien und am Freitag in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am Samstag erklärte er zudem, dass die Ukraine und die VAE ebenfalls eine Kooperation im Verteidigungsbereich vereinbart hätten.

Ukrainische Verteidigungsspezialisten unterstützen seitdem die Länder der Region, da der Iran seine Luftkampagne gegen Nachbarstaaten am Golf fortsetzt. Diese hatte begonnen, nachdem die USA und Israel vor einem Monat militärische Operationen gegen Teheran gestartet hatten.

Der ukrainische Präsident bestätigte zuvor, dass Katar zusammen mit Saudi-Arabien, den VAE, Bahrain, Jordanien und Kuwait offizielle Anfragen bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit mit der Ukraine aufgrund ihrer Expertise im Drohnenabwehrbereich gestellt habe.

Die Ukraine hat bereits mehr als 200 eigene Drohnenabwehr-Experten in die Region entsandt, und weitere etwa 30 Spezialisten seien auf dem Weg nach Jordanien und Kuwait, teilte Selenskyj letzte Woche per WhatsApp-Chat mit.

Am Freitag besuchte Selenskyj die VAE, wie sein Büro bestätigte, ohne den genauen Ort zu nennen. Nach dem Treffen mit dem Präsidenten der VAE, Mohamed bin Zayed Al Nahyan, erklärte Selenskyj: "Für die Ukraine ist es eine Frage des Prinzips: Terror darf nirgendwo in der Welt siegen."

"Der Schutz muss überall ausreichend sein. Deshalb sind wir offen für gemeinsame Arbeit, die aus strategischer Perspektive unsere Völker und den Schutz des Lebens in unseren Ländern stärken wird."

Der ukrainische Präsident betonte mehrfach, dass die Ukraine vorrangig Luftabwehr gegen Russlands ballistische Raketen benötigt. Im Gegenzug sei Kiew bereit, seine Erfahrung im Abwehren iranischer Drohnen zu teilen, die seit über vier Jahren während Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine in Hunderten eingesetzt werden.

Am Dienstag startete Russland innerhalb von 24 Stunden fast 1.000 Drohnenangriffe gegen die Ukraine, einer der größten Luftangriffe Moskaus seit Beginn des Krieges.

"Die Ukraine verfügt in diesem Bereich über relevante Expertise – unsere Städte stehen leider seit vier Jahren des großangelegten Krieges unter täglichen Angriffen. Die Ukrainer haben ein entsprechendes Schutzsystem entwickelt, das eine hohe Abfangquote gegen feindliche Drohnen und Raketen erzielt."

Der Besuch Selenskyjs in der Golfregion fällt in eine Phase der Stärke für Kyjiw: Bei den jüngsten russischen Drohnenangriffen erreichten die ukrainischen Luftabwehrkräfte eine beeindruckende Abfangquote von 97 %.

Wie schon am Donnerstag in Saudi-Arabien traf Selenskyj am Freitag auch die ukrainischen Drohnenexperten, die in den VAE stationiert sind. Sie arbeiteten dort bereits seit mehreren Wochen vor Ort, so der Präsident.

"Es gibt bereits ein klares Verständnis dafür, wie der Schutz des Luftraums und kritischer Infrastruktur in den Emiraten durch die Integration ukrainischer Erfahrungen gestärkt werden kann. Dabei geht es um umfassende Lösungen, die sich als wirksam erwiesen haben."

Ob mit den VAE bereits ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet wurde, ist unklar. Kyjiw hatte jedoch zuvor während Selenskyjs Besuch in Jeddah ein Verteidigungskooperationsdokument mit Saudi-Arabien bekanntgegeben.

Für die Ukraine hat Katar eine besondere Bedeutung. Das Land hat sich als einer der wichtigsten Vermittler in humanitären Fragen im Kontext des russischen Angriffskriegs etabliert.

Katar half unter anderem bei der Rückführung von Dutzenden ukrainischen Kindern und vermittelte außerdem die Rückkehr ukrainischer Kriegsgefangener.

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