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Spion fotografiert Eisenbahninfrastruktur: 48-Jähriger Chinese in Polen festgenommen

Der Eisenbahnschutzdienst und die Polizei haben einen 48-jährigen chinesischen Staatsangehörigen festgenommen.
Der Eisenbahnschutzdienst und die Polizei haben einen 48-jährigen chinesischen Staatsangehörigen festgenommen. Copyright  Lubuska Policja
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Von Aleksandra Galka Reczko
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen 48-jährigen chinesischen Staatsbürger. Bei ihm wurden mehrere Mobiltelefone sichergestellt, die nun genauer untersucht werden sollen.

Die Festnahme erfolgte am Ostermontag, dem 6. April, in Kowalów in der Woiwodschaft Lubuskie in Westpolen.

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Am selben Tag gingen bei den zuständigen Behörden zwei unabhängige Hinweise ein: Beide meldeten einen Mann, der Fotos von Bahnanlagen machte. Zunächst informierte ein besorgter Zeuge die Polizei in Słubice, später ging eine weitere Meldung bei der Eisenbahnschutzwache ein. Beamte der Eisenbahnschutzwache konnten den Mann schließlich ausfindig machen und festnehmen.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen 48-jährigen chinesischen Staatsbürger. Bei ihm wurden mehrere Mobiltelefone sichergestellt, die nun genauer untersucht werden sollen.

Der Mann befindet sich derzeit in einem Verfahren. Die Behörden betonten, dass der Fall angesichts der angespannten internationalen Lage und möglicher Sicherheitsrisiken von besonderer Bedeutung sei. Die Staatsanwaltschaft sowie weitere zuständige Stellen wurden über den Vorfall informiert.

Fotoverbot und Operation „TOR“

Der Fall steht im Zusammenhang mit strengeren Vorschriften und Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur in Polen.

Seit April 2025 ist es verboten, bestimmte Objekte zu fotografieren oder zu filmen, die für die Sicherheit und Verteidigung des Staates als besonders wichtig eingestuft und entsprechend gekennzeichnet sind. Wer gegen dieses Verbot verstößt, muss mit Geldstrafen oder sogar Festnahme rechnen. Zudem kann die verwendete Ausrüstung beschlagnahmt werden.

Parallel dazu läuft seit November 2024 die landesweite Polizeioperation „TOR“, die vom Polizeipräsidenten angeordnet wurde. Ziel dieser Maßnahme ist der Schutz der Eisenbahninfrastruktur. Dabei patrouillieren Polizeibeamte gemeinsam mit der Eisenbahnwache und den Territorialen Verteidigungskräften in Bereichen wie Bahnhöfen, Gleisanschlüssen, Brücken, Bahnübergängen und Gleisanlagen.

Die Operation TOR geht auf Sabotageakte zurück, die im vergangenen Herbst an der polnischen Eisenbahninfrastruktur verübt wurden.

Die Polizei von Lubuskie erinnert in ihrer Ankündigung daran: "Wenn jemand etwas Besorgniserregendes beobachtet, ist es ratsam, die Situation so schnell wie möglich unter der Notrufnummer 112 zu melden. Jeder Hinweis aus der Bevölkerung wird gründlich untersucht und überprüft."

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