Die israelische Armee bestätigte, dass ein Soldat im Libanon eine Christusstatue mit einem Vorschlaghammer beschädigt hat, und kündigte an, den Vorfall zu untersuchen.
Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben die Echtheit eines in sozialen Medien verbreiteten Bildes bestätigt. Es soll einen israelischen Soldaten im Südlibanon zeigen, der eine Christusstatue beschädigt.
Auf der Aufnahme ist zu sehen, wie der Soldat offenbar mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf der Statue einschlägt. Die Darstellung zeigt den gekreuzigten Jesus, dessen Figur bereits vom Kreuz gestürzt ist. Arabische Medien berichten, die Statue stehe im christlich geprägten Dorf Debl im Südlibanon, nahe der Grenze zu Israel.
Die israelische Armee erklärte, sie nehme den Vorfall "sehr ernst". Das Verhalten des Soldaten widerspreche "in eklatanter Weise den Werten, die von IDF-Angehörigen erwartet werden". Nach ersten Untersuchungen habe sich bestätigt, dass das Bild einen im Südlibanon eingesetzten IDF-Soldaten zeigt, teilte das Militär auf seinem offiziellen X-Konto mit.
Der Vorfall werde vom Nordkommando untersucht und "über die Befehlskette geklärt", teilte das Militär weiter mit. Zudem hieß es, gegen die Beteiligten würden "angemessene Maßnahmen" ergriffen. Details nannte die Armee jedoch nicht.
Nach Angaben der IDF arbeitet das Militär gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung daran, "die Statue wieder an ihren ursprünglichen Platz zu bringen". Der Libanon wurde Anfang März in den Nahostkonflikt hineingezogen, als die vom Iran unterstützte Hisbollah Raketen auf Israel abfeuerte.
Israel reagierte mit massiven Luftangriffen im ganzen Land sowie einer Bodenoffensive im Süden. Trotz eines am Freitag in Kraft getretenen Waffenstillstands befinden sich israelische Truppen weiterhin in Teilen des Gebiets.