Nach iranischer Darstellung ist es in der Straße von Hormus zu neuen Gefechten mit den USA gekommen: Teheran meldet Raketenbeschuss auf "feindliche" Einheiten und den Abschuss mehrerer Drohnen.
Das iranische Militär hat in der Nacht zum Donnerstag Raketen auf "feindliche Einheiten" in der Straße von Hormus abgefeuert. Zuvor sei ein iranischer Tanker angegriffen worden, berichteten staatliche Medien in Teheran.
"Nach dem Angriff des US-Militärs auf ein iranisches Tankschiff gerieten die feindlichen Einheiten in der Straße von Hormus unter iranischen Raketenbeschuss und mussten fliehen, nachdem sie Schaden genommen hatten", meldete der staatliche iranische Rundfunk IRIB unter Berufung auf einen ungenannten Militäroffizier.
Explosionen nahe der Straße von Hormus
Explosionen wurden zunächst von der Insel Qeshm und aus der Stadt Bandar Abbas im Süden Irans gemeldet. Beide Orte liegen in der Nähe der Straße von Hormus.
Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete, iranische Einheiten hätten sich einen Schusswechsel mit feindlichen Kräften geliefert. Diese hätten demnach den Bahman-Pier auf Qeshm angegriffen.
Die staatliche Agentur Mizan meldete, die auf der Insel zu hörenden Explosionen seien auf ein Abfangmanöver der Luftabwehr zurückzuführen. Iranische Medien sprachen dabei von "feindlichen" Drohnen.
Berichte über abgeschossene Drohnen
Iranischen Medien zufolge wurden auch über Bandar Abbas zwei Drohnen abgeschossen. Berichten zufolge wurde zudem die Luftabwehr über Teheran aktiviert, um "feindliche Ziele" zu bekämpfen.
Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Eine unmittelbare Bestätigung seitens der USA lag nicht vor. Euronews konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Qeshm ist die größte iranische Insel im Persischen Golf. Auf ihr leben rund 150.000 Menschen. Außerdem befindet sich dort eine Wasserentsalzungsanlage.