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Afrika: eDNA revolutioniert Wildtierüberwachung

Im Volcanoes-Nationalpark bei Kinigi in Ruanda putzen Goldmeerkatzen einander das Fell und entfernen Schmutz sowie Parasiten.
Goldmeerkatzen pflegen sich gegenseitig und entfernen Schmutz und Parasiten aus ihrem Fell im Volcanoes-Nationalpark bei Kinigi in Ruanda. Copyright  AP Photo
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Von Fatih Yetim & Karolina Krol mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Im Volcanoes-Nationalpark in Ruanda setzen Forschende neue Technik ein, um Berggorillas und Goldmeerkatzen aufzuspüren und zu schützen, ohne sie zu stören. So funktioniert das System – und deshalb könnte es den Artenschutz grundlegend verändern.

Im nebelverhangenen Volcanoes-Nationalpark in Ruanda setzen Wissenschaftler auf ein neues Instrument, um bedrohte Berggorillas und Goldmeerkatzen zu schützen: Umwelt-DNA.

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Diese sogenannte eDNA-Technologie weist Arten über genetische Spuren nach, etwa Fellreste oder Kot in Erde und Wasser. Forscherinnen und Forscher müssen die Tiere dann nicht mehr unbedingt selbst aufspüren.

Proben aus tiefer gelegenen Teichen zeigen, welche Arten weiter oben im Gebirge leben.

„Mit einem einzigen Set lassen sich zahlreiche Arten erfassen: Amphibien, Säugetiere, Vögel und viele mehr, die mit herkömmlichen Methoden unentdeckt bleiben“, sagt Deogratias Tuyisingize vom Dian Fossey Gorilla Fund.

Die African Wildlife Foundation hat die Technologie zusammen mit der ruandischen Regierung eingeführt. Ziel ist ein umfassendes Bild der Artenvielfalt des Landes, die durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum unter Druck gerät.

Besonders hilfreich ist eDNA in unwegsamem und unsicherem Grenzgebiet, in dem sich Ranger nur eingeschränkt bewegen können.

Aber auch eDNA hat Grenzen. Die Methode sagt nicht, wie viele Tiere sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Gebiet aufhalten, da DNA noch lange nach dem Verschwinden einer Art nachweisbar ist. Zudem sind Afrikas genetische Referenzdatenbanken im Vergleich zu jenen in Europa und Amerika noch lückenhaft.

Forschende legen nun regionalspezifische Datenbanken an und schulen lokale Gemeinden in der Probenentnahme. So soll die Technologie Afrika dienen und nicht nur in Afrika eingesetzt werden.

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