Taylor Swift erlebt eine Traumwoche: Mit sechsunddreißig zieht sie als jüngste Frau in die Songwriters Hall of Fame ein, kurz nach dem Rekord-Comeback der New York Knicks in den NBA-Finals.
Mit ihrer Aufnahme in die Songwriters Hall of Fame ist Taylor Swift zur bisher jüngsten Frau geworden, der diese Ehre zuteil wird.
Die US-Popsängerin erfüllt die Voraussetzung für diese renommierte Auszeichnung, denn laut Reglement können Künstlerinnen und Künstler erst zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung ihres ersten Songs aufgenommen werden. Zur Einordnung: Swifts Debütsingle „Tim McGraw“ erschien im Juni 2006 und war der erste Titel ihres gleichnamigen Erstlingsalbums.
Seitdem hat sie zwölf Alben veröffentlicht, in denen sie Pop, Country und Folk verbindet. Sie gewann 14 Grammy-Auszeichnungen und als erste Künstlerin überhaupt viermal den Preis für das Album des Jahres.
Steven Spielberg stellte Swift mit einer Überraschungsrede über die Kraft des Songwritings vor. „Es gibt etwas Unabweisbares daran, wie sich Songs in unsere Seele eingraben“, sagte er und wandte sich dann Swift zu. „Irgendwie kennt Taylor uns alle nur zu gut.“
„Es war instinktiv. Niemand hat mir das beigebracht“, sagte Swift vor dem bis auf den letzten Platz gefüllten, mit Stars besetzten Saal in New York.
„Ich werde meine Dankbarkeit niemals richtig ausdrücken können“, sagte die Songwriterin unter Tränen und betonte, dass sie ihre Karriere den Opfern ihrer Familie verdanke, die ihr Leben von Pennsylvania nach Nashville in Tennessee verlegt habe.
Die Auszeichnung krönt eine bemerkenswerte Woche für die 36-Jährige, die im Madison Square Garden in New York ausgelassen beim historischen vierten Spiel der NBA-Finals zwischen den New York Knicks und den San Antonio Spurs jubelte.
Songwriters Hall of Fame: Festabend für Hitmacher
Swift lenkt mit ihrer Aufnahme neue Aufmerksamkeit auf die diesjährige Zeremonie und prägt mit ihrem Songwriting den aktuellen Pop.
Sie ist zwar die jüngste aufgenommene Frau, doch der jüngste Geehrte überhaupt bleibt Soul-Sänger Stevie Wonder. Er begann seine Karriere mit 13 Jahren, wie auf der Bühne erinnert wurde.
Das war einer von vielen bemerkenswerten Momenten eines Abends, an dem auch Gene Simmons und Paul Stanley von Kiss, Christopher „Tricky“ Stewart, Alanis Morissette, Kenny Loggins und weitere Größen geehrt wurden.
Tamar Braxton eröffnete die Gala im Marriott Marquis Hotel mit einer temperamentvollen Hommage an einen weiteren Neuzugang – den stilprägenden R&B-Songwriter, Produzenten und Rapper Christopher „Tricky“ Stewart – mit einem seiner größten Hits: Beyoncés „Single Ladies“.
Er steht außerdem hinter dem Hit „Umbrella“ der Sängerin Rihanna, Mariah Careys „Touch My Body“ und Justin Biebers „Baby“.
Dallas Austin, Songwriter und Produzent, der unter anderem mit Boyz II Men und Madonna gearbeitet hat, stellte Stewart vor. „Denkt mal über dieses Gesamtwerk nach“, sagte er und zählte diese den Zeitgeist prägenden Songs auf. „Das sind kulturelle Momente.“
Stewart dankte Gott, seiner Familie, den Künstlerinnen und Künstlern, mit denen er gearbeitet hat, und seinen Mentoren. Besonders hob er den Grammy-prämierten Musikproduzenten Antonio „L.A.“ Reid und den legendären Songwriter Babyface hervor. „Ich wollte so sein wie L.A. und Baby“, erinnerte er sich.
Die britische Singer-Songwriterin RAYE erhielt den prestigeträchtigen Hal-David-Starlight-Preis. Am Ende ihrer Rede forderte sie, dass Songwriterinnen und Songwriter an den Master-Tantiemen beteiligt werden.