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Hitzewelle fordert in Europa Tausende zusätzliche Todesfälle

Eine Touristin trinkt an einem heißen Tag am Strand von Barcelona in Spanien Wasser.
Ein Tourist trinkt an einem heißen Tag am Strand von Barcelona in Spanien Wasser. Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Giedre Peseckyte
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Vorläufige Daten aus Westeuropa deuten auf mehr als viertausend zusätzliche Todesfälle hin. Rekordhitze im Juni überlastet die Gesundheitssysteme, Regierungen rüsten sich für künftige Hitzewellen.

Eine Hitzewelle Ende Juni hat in Teilen Europas die Temperaturen auf Rekordwerte getrieben. Nach vorläufigen nationalen Angaben führte sie in mehreren westeuropäischen Ländern zu mehr als 4.000 zusätzlichen Todesfällen.

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In Frankreich starben in der Woche ab dem 22. Juni 2.025 Menschen mehr als üblich – ein Anstieg um fast 30 Prozent. Diese Woche markierte den Höhepunkt der außergewöhnlichen Hitzewelle im Land.

Zwischen dem 18. und 29. Juni registrierte Belgien eine um 39 Prozent höhere Sterblichkeit, das entspricht 1.222 zusätzlichen Todesfällen. Belgische Behörden erklärten (Quelle auf Englisch), dies sei die höchste tägliche Opferzahl seit der ersten Corona-Welle.

Die Niederlande verzeichneten (Quelle auf Englisch) in der Woche vom 22. bis 28. Juni rund 480 zusätzliche Todesfälle. Am stärksten betroffen waren Menschen ab 80 Jahren, als die Temperaturen auf Rekordwerte von fast 40 °C kletterten.

Das spanische Gesundheitsinstitut Carlos III meldete mindestens 1.028 hitzebedingte Todesfälle. Das sind mehr als doppelt so viele wie die 407 Fälle im Juni 2025.

Die Behörden betonen, dass es sich um vorläufige Zahlen handelt. Die französische Gesundheitsbehörde Santé publique France warnt, die tatsächliche Opferzahl werde „wahrscheinlich unterschätzt“.

Da in den kommenden Tagen erneut extreme Temperaturen erwartet werden, wächst der Druck auf die Regierungen, zu handeln.

Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat die nationale Risk Management Group beauftragt, bis Anfang nächster Woche Empfehlungen zur besseren Vorbereitung auszuarbeiten, wie die Zeitung The Brussels Times berichtete (Quelle auf Englisch).

Frankreichs Oppositionspolitikerinnen und -politiker kritisierten unterdessen die Reaktion der Regierung auf die Extremhitze. Die Grünen reichten am Donnerstag einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu ein. Sie werfen ihr vor, das Land nicht ausreichend auf steigende Temperaturen vorbereitet zu haben.

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