Nach Angaben von Augenzeugen stürmten schwarz gekleidete Angreifer mit verhüllten Gesichtern auf die Terrasse und warfen Tische und Stühle nach den Gästen.
In Spanien ermittelt die Guardia Civil wegen eines Angriffs auf mehrere Soldaten. Sie saßen auf der Terrasse des Bar-Restaurants Eatalian in Berriozar (Navarra) und verfolgten im Fernsehen das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft, als rund 20 Vermummte das Lokal stürmten. Nach ersten Erkenntnissen setzten die Angreifer Stangen und ausziehbare Schlagstöcke ein.
Die Tat ereignete sich gegen 22:30 Uhr in einem Lokal in der navarrischen Gemeinde, das häufig von Soldaten der nahe gelegenen Kaserne von Aizoáin besucht wird. Mehrere von ihnen hatten sich mit anderen Gästen auf der Terrasse versammelt, um das Spiel zu schauen, als sich der Angriff ereignete.
Zeugen zufolge waren die Täter schwarz gekleidet und hatten ihre Gesichter verhüllt. Sie stürmten auf die Terrasse und warfen Tische und Stühle nach den Gästen. Mehrere Menschen wurden geschlagen, einige Angreifer hatten Metallstangen dabei. Scheiben und Mobiliar wurden beschädigt, zudem wurden mehrere Menschen verletzt.
Angreifer fliehen vor Ankunft der Polizei
Unter den Gästen befanden sich etwa zehn Soldaten des Infanterieregiments América 66, die das Lokal regelmäßig besuchen. Als die Polizei eintraf, waren die Angreifer bereits geflüchtet. Mehrere Menschen wurden verletzt und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Militärverband ATME spricht von gezieltem Angriff auf Soldaten
In einem Beitrag im sozialen Netzwerk X verurteilt die Asociación de Tropa y Marinería Española (ATME) den Angriff gegen Bürger und Soldaten in einer Bar in Berriozar,die dort das Finale der Fußball-WM verfolgten, aufs Schärfste. Die Vereinigung ruft zur Ruhe auf und bittet um Vertrauen in die Behörden sowie in die Sicherheitskräfte des Staates (FCSE), damit die Verantwortlichen identifiziert und festgenommen werden können.
Nach Angaben der ATME wurden mehrere Soldaten unterschiedlich stark verletzt. Sie erlitten unter anderem Kopfverletzungen sowie Armverletzungen, die das Tragen einer Armschlinge erforderlich machten. Nachdem sie medizinisch versorgt worden waren, begaben sich die Soldaten in die Kaserne, um Aussagen zu machen. Ihre Vorgesetzten begleiteten sie und wollten in dieser Situation an ihrer Seite bleiben.
ATME-Präsident Marco Antonio Gómez Martín zeigte sich in spanischen Medien empört über den Vorfall. Er ist überzeugt, dass die Angreifer "wussten, dass es sich um Soldaten handelt, denn dort kennt jeder jeden".