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Schweden will russisches „Schattenflotte“-Schiff an Ukraine übergeben

Die festgesetzten Schiffe Caffa, links, und Sea Owl I liegen am 13. März 2026 nebeneinander vor Trelleborg vor Anker.
Die geenterten Schiffe Caffa, links, und Sea Owl I liegen am 13. März 2026 nebeneinander vor Trelleborg. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Moskaus „Schattenflotte“ umfasst Schiffe, die westliche Sanktionen umgehen sollen. Viele sind alt, schlecht gewartet, kaum versichert und besitzen undurchsichtige Eigentümer.

Schweden übergibt Kyjiw ein beschlagnahmtes Frachtschiff aus der russischen „Schattenflotte“, das nach ukrainischem Verdacht Getreide aus besetzten Gebieten transportiert haben soll. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlagen.

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Der Oberste Gerichtshof wies am vierten August die Berufung von Caffa Shipping Ltd zurück. Die Reederei, Eigentümerin der 96 Meter langen „Caffa“, wollte damit die von der Ukraine beantragte und von zwei unterinstanzlichen schwedischen Gerichten gebilligte Übergabe verhindern.

Zu Moskaus „Schattenflotte“ gehören Schiffe, die westliche Sanktionen umgehen sollen. Oft handelt es sich um ältere, marode Frachter ohne ausreichende Versicherung und mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen.

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha dankte Schweden am Donnerstag.

„Diese wegweisende Entscheidung schafft einen wichtigen Präzedenzfall. Sie zeigt, dass entschlossenes Handeln von Polizei und Staatsanwaltschaft, verbunden mit einer unabhängigen und unparteiischen Justiz, das Prinzip der Verantwortung in greifbare Ergebnisse umsetzen kann“, schrieb er in einem Beitrag auf X.

Die „Caffa“ fuhr unter falscher guineischer Flagge und war auf dem Weg nach Sankt Petersburg. Bewaffnete schwedische Polizisten gingen am sechsten März vor Trelleborg an der Südküste an Bord.

Die schwedischen Behörden reagierten damit auf ein Rechtshilfeersuchen der Ukraine. Dort ist die „Caffa“ Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen, wie das Bezirksgericht Ystad mitteilte.

Zehn der elf Besatzungsmitglieder an Bord waren russische Staatsbürger.

Das Schiff transportierte nach Angaben des ukrainischen Sanktionsbeauftragten Vladyslav Vlasiuk Getreide.

Er erklärte, das Schiff sei zuvor an der Entwendung von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten beteiligt gewesen. Unter anderem habe es im Juli 2025 eine Ladung aus dem Hafen Sewastopol auf der Krim transportiert.

Die Ladung sei anschließend im Hafen Tartus in Syrien gelöscht worden, schrieb er am siebten März in einem Facebook-Beitrag.

Nach Angaben des schwedischen Fernsehsenders TV4 ist es das erste Mal, dass ein Gericht die Übergabe eines russischen Schiffs an Kyjiw anordnet, das im Verdacht steht, gestohlenes ukrainisches Getreide transportiert zu haben.

Weitere Quellen • AFP

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