Loader
Finden Sie uns
Werbung

Studie: Schlaf wichtiger für Noten von Jugendlichen als Bildschirmzeit oder Ernährung

Jugendliche: Schlaf wichtiger für Noten als Handy und Ernährung
Studie: Schlaf wichtiger für Schulnoten von Jugendlichen als Bildschirmzeit oder Ernährung Copyright  Cleared/Canva
Copyright Cleared/Canva
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Neue Studie: Schlafqualität beeinflusst Noten und soziales Leben von Jugendlichen stärker als Ernährung oder Sport.

Der Sommer bietet Schülerinnen und Schülern eine seltene Gelegenheit, sich vom Druck des Schuljahres zu erholen. Sie können Schlaf nachholen, für den im vollen Stundenplan oft kaum Zeit bleibt.

WERBUNG
WERBUNG

Schlaf ist entscheidend für einen gesunden Körper. Doch Daten zeigen, dass Jugendliche längst nicht genug schlafen. Das kann ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen – und damit auch ihre Leistungen in der Schule.

Eine neue Studie (Quelle auf Englisch) legt nahe: Schlaf beeinflusst Bildung und Privatleben von Jugendlichen stärker als Bildschirmzeit, Bewegung oder Ernährung. Das gilt besonders für junge Menschen mit Angststörungen, Depressionen oder anderen psychischen Problemen.

„Wir haben erwartet, dass Schlaf wichtig ist, aber nicht, dass er sich so deutlich von anderen Lebensstilfaktoren abhebt, insbesondere von der Bildschirmzeit“, sagt Jason Smucny, Erstautor der Studie an der University of California, Davis, in den USA.

Das Team untersuchte, wie vier Lebensstilfaktoren – Schlafqualität, Bildschirmzeit, körperliche Aktivität und Ernährung – den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und schulischen sowie sozialen Kompetenzen bei Kindern im Alter von zehn bis 13 Jahren beeinflussen.

Für die schulischen Leistungen werteten die Forschenden Daten von mehr als 6.000 Teilnehmenden aus, für soziale Probleme von über 7.000. Kinder und Jugendliche mit Symptomen von Depression, Angst oder psychoseähnlichen Erfahrungen schnitten in der Schule und im sozialen Umfeld tendenziell schlechter ab.

Dennoch ließ sich ein großer Teil dieses Zusammenhangs durch Lebensgewohnheiten erklären – vor allem durch die Schlafgewohnheiten.

„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Schlafqualität ein wichtiger Faktor ist, über den frühe Symptome psychischer Erkrankungen zu schwächeren schulischen Leistungen führen“, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Die Forschenden nennen mehrere mögliche Gründe dafür, dass Schlaf eine so starke Wirkung hat.

Sie verweisen darauf, dass schlechter Schlaf mit Müdigkeit am Tag, Aufmerksamkeitsproblemen und eingeschränkten exekutiven Funktionen zusammenhängt – alles entscheidend für den Lernerfolg.

Auch für das soziale Miteinander spielt Schlaf eine zentrale Rolle. Schlafstörungen können sozialen Rückzug und Gereiztheit verstärken und es Jugendlichen erschweren, stabile Beziehungen zu pflegen.

„Eltern, Lehrkräfte und Therapeutinnen und Therapeuten konzentrieren sich verständlicherweise auf Symptome wie Angst und Depression“, sagt die Seniorautorin der Studie, Tara Niendam.

„Doch für junge Menschen und ihre Familien zählt oft vor allem, wie sich diese Symptome auf den Alltag auswirken – darauf, wie sie in der Schule zurechtkommen, Freundschaften pflegen und tägliche Herausforderungen bewältigen. Die Studie legt nahe, dass Schlaf ein wichtiger Weg sein könnte, der psychische Gesundheit mit diesen Ergebnissen in der realen Welt verbindet.“

Sie betont, dass Eltern und Familien beim Thema Schlaf selbst aktiv werden können. „Gesunder Schlaf allein löst zwar nicht jedes psychische Problem, aber feste Schlafroutinen sind eine praktische Möglichkeit, das emotionale Wohlbefinden und die Alltagsbewältigung eines Kindes zu stärken.“

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Forschende entwickeln erstmals KI-Design-Viren gegen resistente Superkeime

US-Behörde lässt ersten mRNA-Grippeimpfstoff zu

Erst- oder Zweitgeborene: Geburtsreihenfolge beeinflusst Gesundheit im Alter