Laut den örtlichen Behörden waren Rettungskräfte die ganze Nacht zum Freitag im Einsatz. Sie suchten Verschüttete und löschten Brände, nachdem acht gelenkte FAB‑250‑Fliegerbomben die Stadt getroffen hatten. Mehrere private Wohnhäuser und eine Garage gerieten in Brand, ein Wohnblock wurde schwer beschädigt.
Durch den Angriff stürzten Teile des zehnstöckigen Wohnhauses vom ersten bis zum sechsten Stockwerk ein, wie der Zivilschutz mitteilte. Aufnahmen zeigen Helfer, die eine Frau und einen Mann aus den Trümmern ziehen und Bewohner aus beschädigten Gebäuden in Sicherheit bringen. Feuerwehrleute bekämpften Brände an mehreren Orten in der Stadt, in der Nähe der Einschlagsstellen wurden Autos beschädigt. Die regionale Staatsanwaltschaft in Donezk leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Kriegsverbrechen ein.
Kramatorsk ist wegen seiner Nähe zur Frontlinie im Krieg immer wieder Ziel russischer Angriffe. Die Verletzten im Alter zwischen 47 und 85 Jahren wurden laut Behörden wegen Explosions- und Schädel-Hirn-Traumata, Splitterwunden sowie Schnitt- und Schürfwunden behandelt.