Das Beben war das stärkste, das Kolumbien in diesem Jahrhundert erlebt hat. Es hat 265 Menschen getötet, mehr als 3.500 verletzt und fast 500 Menschen werden vermisst, berichten die örtlichen Behörden. Seit dem 10. August setzen Rettungsteams immer wieder Spürhunde ein und fordern an zerstörten Orten zur völligen Stille auf. Angehörige warten in der Nähe auf Nachrichten von ihren Liebsten.
Als die entscheidenden ersten 72 Stunden verstrichen, suchten Rettungskräfte und Freiwillige weiter in den Trümmern der am stärksten betroffenen Viertel Pereiras. Sie sprechen von einer „Szene des Grauens“: Familien sehen zu, wie Einsatzkräfte Leichen bergen, nachdem die Opfer tagelang unter den Trümmern lagen. Die Katastrophe hat Teile der Stadt lahmgelegt und viele Einwohner in Schock versetzt.