Bei einem Unfall in unwegsamem Gelände wurden vier Feuerwehrleute verletzt, drei von ihnen schwer. In der Region brennt es seit Montag. In Arouca und Torre de Moncorvo sind die meisten Einsatzkräfte gebunden.
Vier freiwillige Feuerwehrleute aus Arouca, im Norden Portugals, in der Nähe von Porto, sind verletzt worden, drei von ihnen schwer. Ihr Fahrzeug kam in den frühen Stunden dieses Mittwochs auf einer schwer zugänglichen Waldpiste bei Pedrógão in der Gemeinde Moldes von der Fahrbahn ab. Dort brennt seit Montag ein Feuer, das noch nicht unter Kontrolle ist.
Der Alarm ging kurz vor vier Uhr ein, gegen Viertel vor sieben waren 15 Einsatzkräfte vor Ort, unterstützt von sechs Fahrzeugen. Der Unfall sei auf die starken Gefälle im Gelände zurückzuführen, hieß es gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa aus dem subregionalen Kommando für Notfälle und Zivilschutz der Region Aveiro.
Der Brand von Arouca erstreckt sich über die Gemeinde Moldes sowie die Vereinigung der Gemeinden Cabreiros und Albergaria da Serra. Er hat derzeit vier aktive Fronten. Sechs Dörfer liegen im direkten Gefahrenbereich, doch die Bewohner gelten bislang nicht als akut bedroht.
Die Bürgermeisterin von Arouca erklärte im Sender RTP, das schwierige Berggelände erschwere die Arbeit der Einsatzkräfte. Sie betonte, wie wichtig es sei, gleich zu Beginn mit Löschflugzeugen und -hubschraubern zu arbeiten.
Gegen neun Uhr sind in diesem Landkreis des Bezirks Aveiro 480 Einsatzkräfte im Einsatz. Sie verfügen über rund 160 Fahrzeuge und zwei Luftmittel.
Brand bei Torre de Moncorvo mobilisiert die meisten Einsatzkräfte
Seit Samstag steht die Bevölkerung von Torre de Moncorvo im Bezirk Bragança unter Anspannung. Ein Feuer hat dort durch die große Hitze mit Temperaturen von über 35 Grad wieder an Kraft gewonnen.
Die Flammen haben bereits auf den Nachbarkreis Carrazeda de Ansiães übergegriffen und sich Wohnhäusern genähert. Der Präsident der Gemeinde Seixo de Ansiães sagte bei RTP, die Bewohner seien gewarnt worden, eine Evakuierung der Häuser sei aber nicht nötig gewesen.
Es laufe ein „Patrulhamento de proximidade“, also verstärkte Streifen in den betroffenen Ortschaften, um „die Bevölkerung zu sensibilisieren“, wachsam zu bleiben, und zugleich die Zufahrtskorridore für die Brandbekämpfung freizuhalten, erklärte Major Hernâni Martins von der Nationalgarde GNR dem öffentlich-rechtlichen Sender.
In Torre de Mocorvo sind fast 500 Einsatzkräfte im Einsatz, unterstützt von rund 160 Fahrzeugen und vier Luftfahrzeugen.
Der Norden des Landes ist derzeit am stärksten von den Bränden betroffen. Santo Tirso im Distrikt Porto gehört zu den Gemeinden, die den Einsatzkräften besonders Sorge bereiten. Die vier aktiven Fronten in der Gemeinde Rebordões machten es nötig, Bewohner aus ihren Häusern zu holen; auf einem Schrottplatz gingen mehrere Autos in Flammen auf. Seit Montag sind dort bereits mehr als 900 Hektar verbrannt.
Die höhere Luftfeuchtigkeit in den frühen Morgenstunden hat den Einsatzkräften sehr geholfen. Am Morgen sind dort nur noch zwei Brandfronten aktiv. Gegen neun Uhr umfasst der lokale Einsatz mehr als 200 Kräfte, 64 Fahrzeuge am Boden und ein Löschflugzeug.
Im Bezirk Viana do Castelo brennt zudem ein vierter Waldbrand bei Monção; dort sind 60 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Die Brände bei Boticas (Vila Real) und Lamego (Viseu) befinden sich inzwischen in der Abschlussphase der Löscharbeiten.