Besonders schlimm getroffen von den Unwettern waren Rheinland-Pfalz und Hessen. Eine Frau wurde von einem Baum erschlagen, mehrere Personen wurden in ihren Autos verletzt.
Schwere Unwetter mit Tornados und Sturmböen haben am Mittwochabend besonders stark in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen gewütet. Eine Frau wurde von einem Baum erschlagen, mehrere Menschen wurden verletzt.
In Waldorf im Kreis Ahrweiler wollten sich zwei Frauen auf einer Bank vor dem Regen in Sicherheit bringen, als ein Baum auf die beiden stürzte. Die 58-jährige Spaziergängerin erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch vor Ort verstarb. Die 47-Jährige wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet.
Im Westerwald hatten die Behörden vor herabstürzenden Ästen und umfallenden Bäumen gewarnt. Am Tag danach zeigt sich in Höhr-Grenzhausen ein Bild der Verwüstung. Weil Dächer abgedeckt und Häuser zerstört oder beschädigt wurden, bleibt die Schule im Ort vorerst geschlossen.
Viele Anwohner berichten, sie hätten so etwas noch nicht erlebt.
Obwohl die Unwetter an vielen Orten in Rheinland-Pfalz nur wenige Minuten dauerten, brach die Stormversorgung in 30 Gemeinden vorübergehend zusammen.
Mehrere Tornados von Meteorologen bestätigt
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mehrere Tornados während der Gewitter am 19. August bestätigt. Einer davon schockierte die Menschen in Hessen – in Solms-Oberndorf im Lahn-Dillkreis westlich der Stadt Gießen. Laut Feuerwehr wurden allein in diesem Ort mindestens 60 Gebäude beschädigt.
Mehrere Häuser wurden so schwer getroffen, dass sie vorest unbewohnbar sind.
"Es ist wirklich schrecklich", sagte die Solmser Bürgermeisterin Katharina Didlapp der Hessenschau.
Auch im hessischen Wetzlar hat ein Tornado getobt.
Vor allem wegen umgestürzter Bäume war die Feuerwehr zudem in Wiesbaden und Frankfurt im Dauereinsatz.
Ein weiterer Tornado traf Fürstenwalde an der Spree in Brandenburg, wie auch Videos in den sozialen Medien zeigen.
Nach Angaben von Bürgermeister Matthias Rudolph wurden in Fürstenwalde zwei Menschen in ihren Autos so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Im Raum Potsdam wurden auch andernorts zahlreiche Dächer abgedeckt.
Weitere Unwetter drohen nun laut Wetterdiensten vor allem in Bayern und in Baden-Württemberg.
Nach den besonders starken Hitzewellen wird in weiten Teilen Europas wegen des Klimawandels vermehrt mit extremen Wetterphänomenen gerechnet.