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West-Nil-Virus in Griechenland: 232 Fälle, 19 Tote, Attika im Ausnahmezustand

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Archivfoto Copyright  AP Photo/LM Otero
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Von Ioannis Karagiorgas
Zuerst veröffentlicht am
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Fieber, Lähmungen, im schlimmsten Fall eine Gehirnentzündung: Das West-Nil-Virus breitet sich in Griechenland so stark aus wie selten zuvor.

In Griechenland steigt die Zahl der Fälle von West-Nil-Virus deutlich. Innerhalb nur einer Woche meldeten die Behörden 75 neue, im Inland erworbene Infektionen. Laut dem neuesten Wochenbericht des EODY liegt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in der Übertragungssaison 2026 inzwischen bei 232.

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Von allen Patienten zeigten 165 Symptome einer Beteiligung des zentralen Nervensystems, etwa eine Enzephalitis, eine Meningitis oder eine akute schlaffe Lähmung. Weitere 67 erkrankten leichter oder hatten keine neurologischen Beschwerden. Bis zum 26. August wurden 19 Todesfälle erfasst, alle bei Menschen über 65 Jahren.

Der Druck auf die Krankenhäuser bleibt hoch. Insgesamt 73 Menschen lagen im Krankenhaus, davon 26 auf Intensivstationen und ein Patient in einer Einheit für verstärkte Pflege. Parallel dazu waren bereits 124 Betroffene wieder entlassen worden.

Attika im Zentrum der West-Nil-Welle

Attika steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Ausbreitung. Der EODY spricht von einer besonders intensiven Zirkulation des Virus und einer höheren Fallzahl als in früheren Jahren. Insgesamt wurden Fälle in 61 Gemeinden, 18 Regionalbezirken und fünf Regionen erfasst und untersucht: Attika, Thessalien, Zentralmakedonien, Peloponnes und Mittelgriechenland.

Besonders belastet ist der Osten Attikas. In der Gemeinde Spata-Artemida wurden bislang 17 Fälle registriert, davon 15 mit Beteiligung des zentralen Nervensystems. In Markopoulo Mesogaias sind 13 Fälle bekannt. Viele Infektionen gibt es zudem in Vari-Voula-Vouliagmeni, in Agia Paraskevi, in Pallini und in Chalandri.

Auch außerhalb von Attika nimmt das Virus zu, vor allem in Thessalien. In der Gemeinde Larisa wurden insgesamt 21 Fälle gemeldet, weitere Infektionen gibt es in Karditsa, Palamas, Sofades, Kileler, Tempi, Tyrnavos und Farsala. In Zentralmakedonien wurden Fälle unter anderem aus den Regionalbezirken Imathia, Thessaloniki, Pella, Pieria und Serres gemeldet, etwa aus Veria, Pella, Skydra und Katerini.

Behörden nehmen neue Risikogebiete ins Visier

Sorge bereiten nicht nur Gemeinden, in denen bereits menschliche Infektionen nachgewiesen wurden. Die zuständigen Behörden haben weitere Gebiete anhand epidemiologischer und geomorphologischer Daten als Hochrisikozonen eingestuft. In diese Liste aufgenommen wurden die Gemeinden Iraklio Attikis, Nea Smyrni, Nea Filadelfia-Nea Chalkidona, Dafni-Ymittos, Amfipoli und Thasos. Dort waren bislang keine menschlichen Fälle bekannt, nach Einschätzung des EODY kommen dort jedoch mehrere Faktoren zusammen, die das Übertragungsrisiko erhöhen.

Parallel dazu gibt es Hinweise auf eine Viruszirkulation aus der Überwachung von Pferden und anderen Einhufern. Kürzlich durchgemachte Infektionen wurden in neun Herden in den Regionalbezirken Ost-Attika, Westsektor Athen, Drama und Preveza sowie in der Metropolregion Thessaloniki festgestellt.

Der EODY warnt, dass in den kommenden Wochen weitere Fälle zu erwarten sind, sowohl in bereits betroffenen als auch in neuen Gebieten. Die Organisation weist zudem darauf hin, dass sich die Zahlen der vergangenen Wochen noch nach oben korrigieren könnten, da zwischen Symptombeginn, Diagnose und offizieller Meldung eines Falls häufig mehrere Tage vergehen.

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