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Ellie Goulding, Robin Hood und „The Gentlemen“: Tipps für diese Woche in Europa

Ellie Goulding, 2023 – „The Gentlemen“ – „The Death of Robin Hood“
Ellie Goulding, 2023 – „The Gentlemen“ – „The Death of Robin Hood“ Copyright  Vianney Le Caer/Invision/AP — Christopher Rafael/Netflix — Photo by Aidan Monghan / © A24
Copyright Vianney Le Caer/Invision/AP — Christopher Rafael/Netflix — Photo by Aidan Monghan / © A24
Von Amber Louise Bryce
Zuerst veröffentlicht am
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Zu den Höhepunkten dieser Woche gehören A24s düstere, brutale Robin-Hood-Neuinterpretation, Ellie Gouldings neues Album und die Rückkehr von Guy Ritchies elegant inszenierter Gangsterserie.

Auf den ersten Blick wirken die Themen unserer Tipps dieser Woche ein wenig … düster.

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Wir empfehlen eine Ausstellung über den Tod, einen Film über Gewalt, eine Serie über organisierte Kriminalität und ein Album über die Tücken allzu großen Wissens. Auf der anderen Seite gibt es aber auch wunderschöne kolumbianische Kunst, energiegeladene Synth-Sounds und einen äußerst elegant gekleideten Ray Winstone. Alles bleibt im Gleichgewicht.

Der September steht ohnehin für Balance. Auf dem Sofa mit einem guten Buch oder Film zu liegen, ist jetzt genauso verlockend wie die letzten Sonnenstrahlen des Sommers zu genießen.

Als Ergänzung zu den folgenden Tipps lohnt sich auch ein Blick auf unsere Liste der unterschätzten Alben – prall gefüllt mit Empfehlungen unserer Redaktion und hoffentlich weniger umstritten als unsere überschätzten Alben.

Bis dahin sind hier unsere Empfehlungen.

Ausstellungen

Keine Angst: Eine Ausstellung über den Tod

„Keine Angst: Eine Ausstellung über den Tod“.
„Keine Angst: Eine Ausstellung über den Tod“. The National Museum, Oslo, Norway.

Wann: Bis zum sechsten September 2026

Wo: Nationalmuseum (Oslo, Norwegen)

Der englische Philosoph Francis Bacon schrieb einmal: „Sterben ist so natürlich wie geboren werden.“ Trotzdem bleibt der Tod für die meisten Menschen ein Tabu. Eine so tief sitzende Angst, dass wir unser Leben damit verbringen, uns von ihr abzulenken oder ihr einen Sinn zu geben. Genau hier setzt die Ausstellung im Nationalmuseum an. Sie versammelt Werke von Nan Goldin, Adolph Tidemand, Sandra Mujinga und vielen anderen und zeigt, wie unterschiedliche Erfahrungen, Überzeugungen und Kulturen unseren Blick auf das Lebensende und seine vielen Unbekannten prägen. Mehr dazu hier (Quelle auf Englisch).

Emma Reyes

Wann: Vom vierten September bis zum dritten Oktober 2026

Wo: White Cube (London, Großbritannien)

Die farbintensiven Arbeiten der verstorbenen kolumbianischen Malerin Emma Reyes sind ein Ereignis – und bekommen nun erstmals eine Einzelausstellung im Vereinigten Königreich. Ihre Bilder tragen eine unverkennbar lateinamerikanische Handschrift; Reyes schöpfte aus ihrem kulturellen Erbe und ihren Traditionen, mit besonderer Vorliebe für Gesichter und Pflanzenwelt. Die kraftvollen Farben, Linien und Wiederholungen verleihen vielen Werken fast etwas Halluzinatorisches. Die Motive leuchten so stark, dass sie den Blick geradezu verschlingen. Einige der eindrucksvollsten Beispiele aus ihrer fast sechs Jahrzehnte währenden Karriere versammelt die neue Retrospektive im White Cube und rückt damit eine Künstlerin ins Rampenlicht, von der viele wohl noch nie gehört haben. Mehr dazu hier. (Quelle auf Englisch)

Bonus-Highlight: „The Sun and The Moon: Art Inspired by the Celestial“ geht in der Saatchi Gallery in London in seine letzte Woche. Mehr dazu hier.

Filme

The Death of Robin Hood

Wo: Kinos

Wann: Zweiten September

In dieser düsteren Neuerzählung des mythischen Gesetzlosen wird die Titelfigur von The Death of Robin Hood – gespielt von Hugh Jackman – zu einer gequälten Seele, die von Wut und Verbitterung aufgefressen wird. Von einem Wohltäter, als den ihn die Legende später verklärt, ist er hier weit entfernt. Schwer verletzt sucht Robin Zuflucht in einem Kloster, das eine warmherzige Nonne (Jodie Comer) leitet. Dort beginnt er, sich mit den bösen Taten seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der neue Film des Indie-Studios A24 ist ein finsteres Charakterporträt, das den Preis der Gewalt auslotet.

Bonus-Highlight: Das letzte der drei großen europäischen Filmfestivals beginnt diese Woche: Die 83. Filmfestspiele von Venedig laufen vom zweiten bis zum zwölften September. Mehr über das Programm erfahren Sie hier.

TV-Serien

The Gentlemen (Staffel zwei)

Wo: Netflix

Wann: Dritten September

Guy Ritchies erfolgreiche Gangsterserie – ein Ableger seines Films von 2019 – meldet sich nach fast zweieinhalb Jahren Pause zurück. Im Mittelpunkt steht Eddie Horniman (Theo James), der nicht nur das Herrenhaus seines Vaters geerbt hat, sondern auch dessen kriminelles Imperium. Durch den einschüchternden Charme des Drogenbosses Bobby Glass (Ray Winstone) wird Eddie tief in die Welt der organisierten Kriminalität hineingezogen. Gesellschaftliche Welten prallen aufeinander, und Eddie muss sich in einem unberechenbaren Untergrund zurechtfinden. Die Mischung aus schwarzem britischem Humor, elegant inszenierter Gewalt und einem starken Ensemble macht die Serie gleichermaßen spannend und unterhaltsam.

Bonus-Highlight: Die vierte Staffel der Netflix-Krimianthologie „Monster“ erzählt die Geschichte von Lizzie Borden, die 1892 beschuldigt und später freigesprochen wurde, ihren Vater und ihre Stiefmutter mit einer Axt ermordet zu haben. Zum Streamen verfügbar ab fünften September.

Musik

Ellie Goulding: I Know Too Much

Wann: Vierten September

Seit Ellie Goulding zuletzt von sich hören ließ, ist einige Zeit vergangen – genau drei Jahre, seit sie ihr Dancefloor-Album „Higher Than Heaven“ veröffentlicht hat. Auf dem neuen Album schlägt die britische Popmusikerin einen etwas anderen Ton an. Statt reiner Partystimmung stehen persönliche Geschichten im Vordergrund: Sie denkt über Lebensübergänge nach und feiert die Befreiung, die darin liegt, loszulassen – Selbstzweifel, Stress und den Druck, alles erklären zu müssen. Songs wie „Black Prada Dress“ und „4 Seasons“ schimmern in einer aufbauenden Melancholie, während Stücke wie „Ravers“ erneut zeigen, wie Goulding ihr Publikum mit treibenden Synths in einen euphorischen Ausnahmezustand versetzen kann.

Bonus-Highlight: Es ist Monday, Monday – Zeit für ein neues Album von Rebecca Black: „Age of the Exhibitionist“ erscheint am vierten September.

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