Bis 2027 sind über 560 Veranstaltungen geplant. Auf dem Programm stehen große Sportereignisse, Konzerte und Festivals, mit denen Katar an Rekordbesucherzahlen anknüpfen will.
Von der Formel 1 und der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft bis zu Konzerten und Food-Festivals: Katar hat einen Kalender mit mehr als 560 Veranstaltungen vorgestellt, der bis 2027 reicht.
Mit diesem Programm will der Golfstaat an die Rekordzahlen bei den Besucherinnen und Besuchern anknüpfen, nach einer Phase regionaler Unsicherheit.
Laut Visit Qatar kamen im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Gäste ins Land. Jassim Al Mahmoud, Direktor für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei Visit Qatar, sagte, in der ersten Jahreshälfte seien weitere 2,9 Millionen Menschen eingereist.
„Noch nie zuvor sind so viele Besucher nach Katar gekommen. Das motiviert uns, einen so umfangreichen Kalender aufzulegen. Wir wollen ihren Aufenthalt verbessern, mehr Auswahl bieten, mehr Vielfalt schaffen und noch mehr Menschen nach Katar holen“, sagte Al Mahmoud.
Der Qatar Calendar bündelt Sport-, Kultur-, Entertainment- und Food-Events auf einer Plattform. So können Einwohnerinnen, Einwohner und Gäste sehen, was ansteht, und ihren Besuch im Voraus planen.
Dicht gefüllter Veranstaltungskalender
Sport nimmt dabei einen großen Platz ein. Mehrere bedeutende internationale Wettbewerbe stehen auf dem Programm.
Die FIFA U-17-Weltmeisterschaft Katar 2026 läuft vom 19. November bis 13. Dezember. MotoGP kehrt vom 6. bis 8. November auf den Lusail International Circuit zurück.
Das Finale der Qatar T100 Triathlon-Weltmeisterschaft folgt vom 10. bis 12. Dezember. Am 15. Januar 2027 steht der Doha-Marathon an.
Spitzentennis kehrt im Februar mit den Qatar TotalEnergies Open zurück, angesetzt vom 8. bis 15. Februar.
Später im Jahr richtet Doha die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft vom 27. August bis 12. September 2027 aus.
Auch die Formel 1 soll 2027 nach Lusail zurückkehren. Der Grand Prix von Katar ist vom 3. bis 5. Dezember geplant.
Abseits des Sports umfasst der Kalender auch Konzerte, Festivals sowie kulinarische und kulturelle Veranstaltungen.
Zu den internationalen Stars zählt der Oscar-prämierte Komponist Hans Zimmer. Ebenfalls angekündigt sind Auftritte von Angham und Saint Levant. Auf dem Programm steht außerdem ein Konzert mit Filmmusik aus Harry Potter.
Weitere Veranstaltungen sind das Qatar International Food Festival, Art Basel und das Al-Ruwais-Festival.
Die Organisatoren wollen Gästen das ganze Jahr über ein breites Erlebnisangebot machen, nicht nur rund um Großsportereignisse. Shopping, Gastronomie, Kultur und Unterhaltung sollen den Sport ergänzen.
Steve Harvey kehrt mit weiteren Events zurück
Ein bekanntes Gesicht bei der Präsentation war der US-Moderator und Comedian Steve Harvey, der bereits mehrere Veranstaltungen in Katar moderiert hat.
Harvey sagte, seine bisherigen Erfahrungen im Land hätten ihn zur Rückkehr bewogen.
„Was Schönheit, Architektur, Landschaft und die Menschen angeht, ist das hier einfach ein großartiger Ort“, sagte Harvey.
„Ich reise um die Welt. Und Katar ist ein großartiger Ort, um Geschäfte zu machen und Kultur zu teilen.“
Harvey erklärte, er habe einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben, um weitere Entertainment-Events nach Katar zu bringen. Dazu gehört die Rückkehr von FuelFest, eine neue Comedyreihe und die Show „Family Feud“.
Er skizzierte außerdem Pläne für einen späteren „Family-Feud-Weltcup“, bei dem Familien aus verschiedenen Ländern nach Katar reisen sollen, um in der Spielshow gegeneinander anzutreten.
Tourismussektor ausbauen
Der Kalender ist auch Teil der langfristigen Tourismusstrategie Katars.
Laut den begleitenden Unterlagen zur Präsentation hat sich Doha zum Ziel gesetzt, den Beitrag des Tourismus zum BIP bis 2030 auf zwölf Prozent zu steigern.
Al Mahmoud sagte, die Vielzahl an Veranstaltungen solle Gästen während ihres Aufenthalts mehr Auswahl bieten – von Sport über Kultur und Shopping bis zu Kulinarik.
„Wir sind überzeugt, dass wir das passende Angebot haben“, sagte er. „Wir haben viele Optionen und viel Vielfalt.“
Er betonte, der Start des Kalenders solle auch Kontinuität im Veranstaltungsprogramm Katars signalisieren.
„Mit der Veröffentlichung dieses Kalenders sagen wir der Welt: Wir sind bereit, wir sind offen, wir haben einen dichten Veranstaltungskalender“, so Al Mahmoud.
„Katar bleibt voll handlungsfähig.“