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AfD-Spitzenkandidat Holm will die "blaue Wende" in Mecklenburg-Vorpommern

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Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, in Waren (Müritz) am 17.09.2026
Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, in Waren (Müritz) am 17.09.2026 Copyright  Donogh McCabe, Euronews
Copyright Donogh McCabe, Euronews
Von Laura Fleischmann & Donogh McCabe
Zuerst veröffentlicht am
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AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm wirbt in Mecklenburg-Vorpommern für eine "blaue Wende". Euronews trifft ihn beim Bürgerdialog in Waren. Dort spricht er über Bildung und Migration und kritisiert "Dagobert Klingbeil" und "Pinocchio Merz".

AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern Leif-Erik Holm hat sich beim Bürgerdialog in Waren den Fragen der Wähler gestellt. Der AfD-Vorsitzende des Bundeslandes hofft, die Landtagswahl für sich entscheiden zu können – und, wie es auf seinen Plakaten steht, die "blaue Wende" einzuleiten.

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Holm sagt im Gespräch mit Euronews: "Die Menschen wollen einen Aufbruch in Mecklenburg-Vorpommern, so wie wir es in Sachsen-Anhalt gesehen haben. Das ist der Satz, den wir am meisten hören bei Veranstaltungen, an Infoständen." Die Bürger wollten die "Politik der Altparteien" nicht mehr, so Holm. "Bei uns ist es ja die SPD, die seit 28 Jahren regiert, und es geht immer nur abwärts, bei der Bildung, bei der Sicherheit, bei der Wirtschaft."

Deutschland solle "Bildungsland Nummer 1" werden, so Holm zu seinen Zuhörern. In den Schulen sollten Naturwissenschaften vorangebracht werden. Doch Holm kann auch Angriff. Kein gutes Haar lässt er an der Bundesregierung: Die aktuelle Regierung müsse zum Mond geschossen werden, sagt er. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil würde wie Dagobert Duck auf einem riesigen Geldhaufen sitzen und Kanzler Merz sei wie Pinocchio.

AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, am 17.09.2026
AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, am 17.09.2026 Donogh McCabe, Euronews

Zudem würden jedes Jahr in Form von Asylbewerbern und Familiennachzug Migranten in einer Größenordnung nach Deutschland kommen, die der Großstadt Rostock entspräche. Rostock hat rund 200.000 Einwohner. 2025 wurden etwa 110.000 Erstanträge auf Asyl gestellt, so das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Bis Ende November 2025 kamen rund 102.000 Menschen per Familiennachzug nach Deutschland, so das Auswärtige Amt im Dezember 2025.

Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD

Bis zu ihrem Abschiebetermin solle es für Ausreisepflichtige nur noch "Bett, Brot und Seife" geben, verspricht Holm seinen Unterstützern. Manches an der Migrationspolitik könne eine AfD-Landesregierung nicht ändern, allerdings werde sie sich für Rückführungen einsetzen und eine zentrale Landesausreiseeinrichtung ins Leben rufen.

Es sind Themen, die die Anwesenden bewegen. Doch auch der Umgang etwa mit vor Rügen liegenden Weltkriegsbomben und der Ausbau des Tourismus an der Mecklenburgischen Seenplatte werden von Holm im Bürgerdialog aufgegriffen.

"Ich finde es gut, dass die Themen direkt angesprochen werden und es werden auch genau Lösungen gesagt, und mit diesen Lösungen kann ich mitgehen", erklärt einer der Anwesenden. In manchen Bereichen wie Steuern, Schule und Polizei habe die AfD konkrete Ansätze. "Man muss ihnen die Möglichkeit geben."

Bürgerdialog in Waren (Müritz), 17.09.2026
Bürgerdialog in Waren (Müritz), 17.09.2026 Donogh McCabe, Euronews

Auch für Iris Meier zählt am Sonntag nur eine Partei auf dem Wahlzettel: die AfD. "Es gibt eigentlich kein Thema, das ich nicht unterschreibe. Das ist einfach so. Ich vergleiche viel. Ich gucke mir auch Sendungen in ZDF und ARD an, und wenn ich dann die Politiker reden höre und das vergleiche mit den Politikern der AfD, dann weiß ich, wo ich hingehöre." Am meisten müssten sich die Bildung sowie die Migration verändern. "Integrierte Ausländer, die hier fleißig arbeiten, sind herzlich willkommen", so Meier. Doch Illegale und Kriminelle sollten das Land verlassen.

Momentan steht die AfD bei etwa 36 Prozent, so eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD, die in manchen Umfragen knapp hinter, in anderen knapp vor der AfD liegt. Nach Sachsen-Anhalt könnte es für die AfD der nächste Sieg bei einer Landtagswahl werden.

Doch für eine Landesregierung könnte es dennoch nicht reichen: Mit Blick auf die aktuellen Umfragen könnte es der Rechtsaußenpartei an Stimmen für eine absolute Mehrheit fehlen. Zudem hat bisher keine der anderen Parteien signalisiert, mit der AfD koalieren zu wollen.

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