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Tödlicher Unfall am Kolosseum: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Carabinieri patrouillieren vor dem Kolosseum, das aus Trauer über den Tod eines Arbeiters für Besucher geschlossen ist, Rom, 23. September 2026
Streifen der Carabinieri vor dem Kolosseum, für Besucher gesperrt aus Trauer um einen verunglückten Arbeiter, Rom, 23. September 2026 -  Copyright  Cecilia Fabiano/LaPresse via AP
Copyright Cecilia Fabiano/LaPresse via AP
Von Isidoro Patalano
Zuerst veröffentlicht am
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Der Archäologische Park und das Kolosseum in Rom bleiben bis Samstag geschlossen. Ein Arbeiter stürzte bei nächtlichen Beleuchtungsarbeiten von einem Gerüst und starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und prüft die Sicherheitsregeln.

Nachdem ein Arbeiter bei den Arbeiten zur Erneuerung der Beleuchtungsanlage im Archäologischen Park ums Leben gekommen war, bleiben der Park und das Kolosseum selbst bis Samstag geschlossen, wie Quellen aus dem Kulturministerium bestätigten.

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Der Arbeiter starb in der Nacht vom 22. auf den 23. September nach einem Sturz von einem Gerüst. Der 22-jährige installierte eine neue Beleuchtungsanlage, als er aus rund zehn Metern Höhe in die Tiefe stürzte.

Die Gerichtsmediziner wollen die Obduktion der Leiche am Montag vornehmen. Die ersten Einträge ins Register der Beschuldigten in diesem Ermittlungsverfahren sind für Freitag vorgesehen.

Die Ermittlungen führen die Carabinieri der Compagnia Roma Centro. Sie haben ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet. Die Ermittler wollen klären, wer zivil- und strafrechtlich für die Sicherheitsausrüstung und die Einhaltung der Arbeitszeiten verantwortlich ist.

Unfallhergang: Ermittler prüfen mehrere Hypothesen

Offiziell herrscht über den Fortgang der Ermittlungen weitgehend Stillschweigen. Die Ermittler prüfen mehrere Spuren. Sie reichen von möglichen Schwächen im Sicherheitssystem über menschliches Versagen bis zu den Sichtverhältnissen im Baustellenbereich.

Eine der geprüften Rekonstruktionen betrifft die schlechte Ausleuchtung der Fläche, auf der der junge Mann arbeitete. Die eingeschränkte Sicht könnte dazu geführt haben, dass der Arbeiter den Karabinerhaken nicht korrekt an der Sicherheitsleine befestigte und Hände sowie Füße vor dem Sturz falsch positionierte.

Touristen warten vor dem Kolosseum, das aus Trauer über den Tod eines Arbeiters für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Rom, 23. September 2026
Touristen warten vor dem Kolosseum, das aus Trauer über den Tod eines Arbeiters für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Rom, 23. September 2026 AP Photo/Domenico Stinellis

Einen entscheidenden Beitrag zur genauen Rekonstruktion des Geschehens sollen die Aufnahmen der Überwachungskameras im Gebiet leisten. Die Ermittler haben die Videodateien bereits gesichert.

Im Rahmen der Untersuchungen wurden vier Aktenordner mit Unterlagen zum Ausschreibungsvertrag und zu sechs Unteraufträgen für die Arbeiten beschlagnahmt. Ebenfalls sichergestellt wurden die persönliche Schutzausrüstung des Arbeiters, konkret der Helm und der Sicherheitsgurt.

Wiedereröffnung frühestens am Samstag

Quellen aus dem Kulturministerium bestätigen, dass der Kolosseumspark bis Samstag, den 26. September, für Besucher geschlossen bleibt.

Bevor die Tore wieder öffnen, will Kulturminister Alessandro Giuli den Stand der laufenden Ermittlungen genau prüfen.

Der Minister plant außerdem ein Gespräch mit den Leitungskräften des Kulturministeriums und mit Simone Quilici, dem Direktor des Archäologischen Parks des Kolosseums. Gemeinsam wollen sie mit den Beschäftigten des Amphitheatrum Flavium klären, ob der psychologische Zustand des Personals eine Wiederaufnahme des Publikumsbetriebs zulässt.

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