Der Äthiopier Guye Adola gewinnt den Berlin-Marathon. Bei den Frauen triumphiert Tigst Assefa. Insgesamt waren 56.000 Läufer in der deutschen Hauptstadt am Start.
Der Äthopier Guye Adola hat den 52. Berlin Marathon bei den Männern in 2:03:51 Stunden gewonnen. Nach 35 Kilometern setzte er sich um ein paar Sekunden vom Feld ab und überquerte dann als erster die Ziellinie. Damit hat er eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Und es ist die 13. schnellste Zeit die jemals gelaufen wurde. Zweiter wurde sein Landsmann Gemechu Dida Dirida.
Drama bei den Frauen - Assefa verpasst Weltrekord dramatisch
Bei den Frauen ging es bis zum Ende dramatisch zu. Nachdem Tigst Assefa lange auf Weltrekordkurs lag, fing sie kurz vor dem Ziel plötzlich an zu humpeln. Die Äthiopierin konnte das Tempo nicht mehr halten und verpasste den Weltrekord letztlich um mehr als eine Minute mit 2:11:04 Stunden. Dennoch lief sie die drittschnellste Zeit in der Geschichte und Streckenrekord in der Hauptstadt. Assefa hatte den Berlin-Marathon schon 2022 und 2023 gewonnen.
Der Berlin-Marathon ist eines der größten und internationalsten Lauf- und Skatefeste der Welt. Die flache, geschichtsträchtige Strecke quer durch die Hauptstadt gilt als eine der schnellsten auf dem Globus.
Am Hauptlauf am Sonntag nahmen mehr als 56.000 Läuferinnen und Läufer teil – geschickt in sechs aufeinanderfolgenden Startwellen. Es war das internationalste Feld der Geschichte mit Menschen aus 162 Nationen. Etwa ein Drittel des Feldes bestand aus Frauen, zwei Drittel aus Männern. Die am stärksten vertretene Altersgruppe liegt zwischen 28 und 38 Jahren. Aus Deutschland kamen mit rund 21.500 Läufern die meisten, gefolgt von großen Teams aus den USA und Großbritannien.
Über das gesamte Wochenende verteilt waren rund 84.000 Athleten aktiv. Neben den 56.000 Läufern waren bereits am Samstag rund 2000 Inlinskater über die offizielle Marathonstrecke gerollt. Und beim Mini-Marathon waren dann rund 10.000 Kinder und Jugendliche über eine verkürzte Distanz von 4,2195 Kilometern gelaufen.
Ein weiterer Breitensport-Lauf hatte ebenfalls 12.500 Teilnehmer. Zudem starteten Handbiker und Rollstuhlfahrer am Sonntagmorgen als sportliche Pioniere unmittelbar vor dem Hauptfeld der Läufer.
Insgesamt waren rund 84.000 Teilnehmer aus 162 Nationen am Start. Bis zu eine Million Zuschauer säumen die Strecke durch die 10 Berliner Bezirke, um die Athleten anzufeuern.
1.800 Polizisten waren wegen des Marathons in Berlin im Einsatz. Zu einem um den Verkehr zu lenken und zum anderen um für Sicherheit zu sorgen. Nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) und anderen Angriffen stehen Großveranstaltungen in Berlin weiterhin besonders im Fokus der Sicherheitsbehörden.