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Britischer Premier in Berlin: Treffen zu Russlands hybriden Bedrohungen

Links im Bild marschiert Friedrich Merz mit dem britischen Premier Andy Burnham. Nach seiner Ankunft in Berlin erweist die Ehrenwache am Bundeskanzleramt militärische Ehren.
Friedrich Merz (links) marschiert mit dem britischen Premier Andy Burnham, kurz nach dessen Ankunft. Die Ehrenformation erweist vor dem Bundeskanzleramt militärische Ehren. -  Copyright  AP Photo
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
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Burnham trifft Merz angesichts zunehmender Warnungen vor hybriden Bedrohungen in Europa. Im August hatte ein Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle für Aufsehen gesorgt. Berlin warf Russland vor, ihn geplant zu haben.

Der britische Premierminister Andy Burnham ist am Donnerstag zu seinem ersten offiziellen Deutschlandbesuch in Berlin eingetroffen. Dort führt er Gespräche mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), bei denen es um Cybersicherheit und hybride Bedrohungen, insbesondere aus Russland, geht.

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Im Kanzleramt wurde Burnham mit militärischen Ehren empfangen. Bei seinem Besuch in Berlin geht es auch um das künftige Verhältnis Großbritanniens zur Europäischen Union. Auf einem Labour-Parteitag in der vergangenen Woche kündigte Burnham an, noch in diesem Jahr Optionen für eine engere Anbindung an die Staatengemeinschaft vorzulegen – bis hin zu der Möglichkeit, eines Tages wieder beizutreten.

Nach Angaben der Downing Street wollen das Vereinigte Königreich und Deutschland ihre Zusammenarbeit bei der Cybersicherheit vertiefen und gemeinsam gegen Sabotageakte sowie andere hybride Bedrohungen vorgehen. "Die hybride Bedrohung durch unsere Gegner – vor allem Russland – zieht sich über Europa hinaus und gefährdet unsere gemeinsame Sicherheit", heißt es in einer Mitteilung der Regierung.

"Großbritannien und Deutschland werden gemeinsam daran arbeiten, hybride Aktivitäten zu erkennen und zu stören, egal, woher sie kommen."

Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Andy Burnham kommen zum Treffen im Kanzleramt in Berlin am Donnerstag, 8. Oktober 2026, über den roten Teppich.
Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Andy Burnham kommen zum Treffen im Kanzleramt in Berlin am Donnerstag, 8. Oktober 2026, über den roten Teppich. AP Photo

Die neue Partnerschaft sieht vor, dass beide Staaten Informationen austauschen und ihr Vorgehen koordinieren, um Bedrohungen zu überwachen und zu unterbinden. Damit wollen sie die Handlungsfähigkeit feindlicher Akteure in Europa schwächen.

"Angriffe auf unsere Infrastruktur, unsere Unternehmen und unsere Demokratien sind keine entfernte Gefahr. Sie reichen bis in die Wohnungen und Arbeitsplätze der Menschen und sollen uns schwächer und gespaltener machen", sagte Burnham. "Großbritannien und Deutschland bündeln ihre Kräfte, um solche Aktivitäten aufzuspüren, offenzulegen und zu stoppen. Sicherheit und Wachstum gehören zusammen, und beides muss in jeder Stadt und jedem Ort unserer beiden Länder spürbar sein", fügte er hinzu.

Burnham trifft Merz zu einem Zeitpunkt, an dem die Warnungen vor hybriden Angriffen in Europa zunehmen. Im August hatte ein versuchter Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle für Aufsehen gesorgt. Berlin macht Russland dafür verantwortlich. Beide Regierungschefs wollen zudem den Kensington-Vertrag offiziell besiegeln. Das 2025 geschlossene Abkommen verpflichtet beide Länder zu einer engeren Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Wissenschaft, Technologie und wirtschaftliches Wachstum.

Ende September hatte Burnham eine weitere Zusammenarbeit mit der EU in Aussicht gestellt. Der Brexit habe "mehr Schaden als Nutzen angerichtet", sagte er. Großbritannien brauche eine klare Strategie für sein langfristiges Verhältnis zur EU. "Wir werden Großbritannien keinen klaren Weg für den Rest dieses Jahrhunderts eröffnen, solange wir uns nicht auf ein langfristiges Verhältnis zu unserem weiterhin größten Markt festlegen", erklärte er.

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