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Trotz Trumps Energie-Waffenruhe : Russische Rakete trifft Kraftwerk in Kyjiw

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht nach einem deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum in Kyjiw, Ukraine, mit Medienvertretern, Sonntag, 4. Oktober 2026.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht nach einem deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum in Kyjiw mit Medienvertretern am Sonntag, dem vierten Oktober 2026. -  Copyright  Copyright 2026. The Associated Press. All rights reserved
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Von Sertac Aktan
Zuerst veröffentlicht am
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Nach Angaben von Präsident Selenskyj traf eine russische Rakete das Heizkraftwerk CHP-4 in Kyjiw. Er wirft dem Westen fehlende Warnungen vor und stellt Trumps angebliche Energie-Waffenruhe infrage.

Eine russische ballistische Rakete hat am Dienstagabend ein Kraftwerk in Kyjiw getroffen, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte. Die Ukraine habe keine Vorwarnung ihrer westlichen Verbündeten erhalten – trotz der Behauptung von US-Präsident Donald Trumps Behauptung eines „Energie-Waffenstillstands“, der in Kraft sei.

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Die Ukraine ist stark auf die Aufklärung ihrer westlichen Partner angewiesen, vor allem der USA. Sie soll russische Angriffe frühzeitig erkennen und eigene Ziele bestimmen.

Kyjiw mit rund drei Millionen Einwohnern wird zunehmend von russischen Drohnen- und Raketenangriffen getroffen. Im Fokus steht vor allem die Energieinfrastruktur.

„Ein russischer Angriff mit ballistischen Raketen auf Kyjiw. Wieder keine frühzeitige Warnung unserer Partner“, schrieb Selenskyj auf Facebook.

„Das Hauptziel war die Energieinfrastruktur, konkret das Heizkraftwerk CHP-4. Leider wurde es getroffen.“

Auch AFP-Journalistinnen und -Journalisten berichteten von mehreren Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt.

Nach Angaben Selenskyjs erfassten ukrainische Systeme die Raketen erst, als sie sich der Stadt bereits näherten.

„Das ist vollkommen ungerecht: Sie zerstören unsere Infrastruktur, und die Ukraine erhält nicht einmal frühzeitige Hinweise auf den Start ballistischer Raketen“, fügte er hinzu.

Bei demselben Angriff wurden nach Angaben des Kyjiwer Bürgermeisters Witali Klitschko mindestens zwei Menschen getötet. Eine Rakete traf zudem ein Wohnhaus im Bezirk Desnianskyi. Rund 20 weitere Personen wurden verletzt.

In der Nacht zu Dienstag hörten Bewohnerinnen und Bewohner von Kyjiw Explosionen russischer Angriffe, bevor die Luftschutzsirenen heulten. Das kam bisher nur selten vor.

Ukrainische Behörden erklärten am Dienstag, die Lage hänge mit dem Einsatz schwer zu ortender Raketen durch das russische Militär zusammen oder mit möglichen technischen Problemen.

US-Präsident Trump sorgte am Sonntag für Verwirrung, als er auf seinem Netzwerk Truth Social überraschend einen „Energie-Waffenstillstand“ verkündete. Russland und die Ukraine hätten demnach vereinbart, ihre zerstörerischen Fernangriffe auf Kraftwerke und Raffinerien zu stoppen.

Trump griff Selenskyj wegen der Angriffe auf russische Raffinerien wiederholt scharf an. Am Samstag erklärte er, es sei „Zeit für die Ukraine, einen neuen Präsidenten zu bekommen“.

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