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Aufschrei gegen hohe Preise in Portugal: "Es reicht mit der Krise"

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ARCHIV (28.09.2024): Aktivisten schieben ein Gebäude-Modell mit Plakaten im Stil von Immobilienanzeigen, mit Fotos des Premierministers.
ARCHIV (28. September 2024): Aktivisten schieben ein Gebäudemodell mit Immobilien-Plakaten und Fotos des Premierministers. -  Copyright  AP Photo/Armando Franca
Copyright AP Photo/Armando Franca
Von Manuel Ribeiro
Zuerst veröffentlicht am
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Gleichzeitig mit den Protesten in Frankreich haben Portugiesinnen und Portugiesen in Lissabon, Coimbra und Porto gegen hohe Wohnungs- und steigende Lebendhaltungskosten demonstriert.

Unter dem Motto „Mehr Lohn, bessere Renten und öffentliche Dienste. Gegen die steigenden Lebenshaltungskosten. Neuer Kurs für Portugal!“ sind Tausende in Porto, Coimbra und Lissabon auf die Straße gegangen.

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Die sich verschärfende Krise in weiten Teilen Europas – mit steigenden Lebenshaltungskosten, teureren Treibstoffen und vor allem fehlendem Wohnraum in den großen Städten – treibt Tausende Menschen aus Protest auf die Straße.

„Angesichts der steigenden Kosten für Leben, Wohnen und Treibstoffe kostet ein einfacher Einkaufskorb inzwischen einen exorbitanten Preis“, klagte ein Sprecher der CGTP in Coimbra.

Schon in den Wochen und Monaten zuvor hatten viele in Portugal gegen hohe Mieten und Lebenshaltungskosten protestiert.

Präsident António José Seguro erinnert daran, dass „in einer demokratischen Gesellschaft niemand ohne die Mittel leben darf, um seine Grundbedürfnisse zu decken, ohne Zugang zu Wohnraum, Gesundheit, Bildung oder würdiger Arbeit“. Armut sei zudem „eine Einschränkung von Freiheit, Würde und Chancen jedes Menschen“.

Brutaler Anstieg der Wohnkosten

In Porto setzte sich der Protestmarsch auf dem Praça da Batalha in Bewegung und führte zum Praça D. João I. Dort gab es die ganze Woche über Kundgebungen gegen die Wohnungskrise. Die Polizei griff mit einer als „unverhältnismäßig“ kritisierten Aktion ein, doch die Demonstrierenden lassen sich dadurch nicht abschrecken.

„Wir setzen unsere Versammlung mit Unterstützung der Bevölkerung fort, ohne Parteibindung. Die Menschen kommen aus unterschiedlichen Gruppen, aber wir sind institutionell an keine von ihnen gebunden. Dieser Aufschrei ist eine Reaktion auf Machtmissbrauch und soll sagen: ‚Es reicht mit der Krise‘“, sagte Pedro Manuel, einer der Organisatoren in Porto.

„Es gibt Leute, die uns auf andere Themen ablenken wollen“, erklärte José Manuel Pureza gegenüber der Agentur AP. „Aber was die Menschen verlangen, ist, dass wir das Recht auf Wohnen für alle diskutieren“, sagte der Koordinator des Bloco de Esquerda.

„Menschen, deren Mieten immer teurer werden, Menschen, deren Hypothek im Familienbudget kaum noch Platz hat. Genau darum geht es. Deshalb protestieren die Leute, immer friedlich, konsequent friedlich“, betonte der Politiker.

In Coimbra begann die Kundgebung vor dem Themenpark Portugal dos Pequenitos.

Der Bürgermeister von Lissabon betonte, die „gerechte Sache“ anzuerkennen, warnte jedoch, dass die Proteste „im Rahmen des Gesetzes“ stattfinden müssten.

Gegenüber der Agentur Lusa sagte Tiago Oliveira, die Demonstrationen seien eine Reaktion auf den „brutalen Anstieg“ der Wohnungspreise und der Lebenshaltungskosten. Der Generalsekretär der CGTP warnt vor der zunehmenden „Degradierung der öffentlichen Dienste“ und sieht in den Kundgebungen eine Gelegenheit für die Bürger, „gegen die Politik der Regierung zu kämpfen“.

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