Chris Pratt kehrt in der zweiten Staffel der rauen Reacher-Nachfolgeserie „The Terminal List“ zurück; Tom Rhys Harries sorgt mit „Clayface“ für Körperhorror im DC-Universum.
Für Fans des DC Universe steht eine große Woche an: Clayface startet in den Kinos. Noch größer wird sie für alle, die dringend eine zusätzliche Stunde Schlaf brauchen.
An diesem Sonntag werden die Uhren zurückgestellt. Höchste Zeit also, den dicksten Strickpulli hervorzuholen, sich etwas mit Kürbisgewürz einzuschenken und die dunkleren Tage zu begrüßen – eingekuschelt unter der Decke mit einem achtteiligen Krimi auf Prime.
Wer noch nicht in den Winterschlaf gehen möchte, kann sich diese Woche über zahlreiche neue Ausstellungen in ganz Europa freuen. Besonders spannend sind ein Blick auf die frühe Geschichte Nordamerikas im Science Museum in London und das imaginäre Paradies der deutschen Malerin Conny Maier in der Pinakothek der Moderne in München.
Außerdem lohnt sich ein Blick auf unsere Inhalte zum Lumière Film Festival. Auch wenn das Festival in Lyon inzwischen vorbei ist, hat unser Filmkritiker David Mouriquand eifrig Highlights und Interviews mit renommierten Regisseuren wie Todd Haynes und Tsui Hark veröffentlicht. Wer nicht dabei war, kann sich zumindest fühlen, als wäre er vor Ort gewesen.
Bis zum nächsten Mal – hier sind die kommenden Highlights.
Ausstellungen und Veranstaltungen
Becoming America: Wie Wissenschaft eine Nation formte
Wann: 23. Oktober 2026 - 25. April 2027
Wo: Science Museum (London, Vereinigtes Königreich)
Vor zweihundertfünfzig Jahren wurde die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Damit entstand ein Staat, der zu einer der mächtigsten, einflussreichsten und zugleich umstrittensten Nationen der Welt wurde. Das Science Museum nimmt das Jubiläum zum Anlass, zu zeigen, wie Wissenschaft und Technologie die frühen Entwicklungen Nordamerikas geprägt haben. Die Schau umfasst vier Jahrzehnte Geschichte bis in die 1790er Jahre, als George Washington zum ersten US‑Präsidenten gewählt wurde. Zu sehen sind mehr als hundert seltene Objekte, darunter ein früher Druck der Unabhängigkeitserklärung und eine Karte von Benjamin Franklin, die den Golfstrom im Atlantik festhält. Mehr dazu hier (Quelle auf Englisch).
Conny Maier: Auf der Suche nach dem Paradies
Wann: 21. Oktober 2026 - 17. Januar 2027
Wo: Pinakothek der Moderne (München, Deutschland)
Die deutsche Malerin Conny Maier, die 2021 den Titel Deutsche Bank Artist of the Year erhielt, hat die Pinakothek der Moderne in eine unheimliche, zugleich faszinierende Zwischenwelt verwandelt. Von pastellrosa Blüten bis zu brennenden Waldlandschaften: Ihre kraftvollen, eindringlichen Leinwände schaffen einen Raum, der Besucherinnen und Besucher zwischen Paradies und Apokalypse schweben lässt. Maier greift auf mittelalterliche Kunst, Expressionismus und andere Einflüsse zurück, um nicht‑menschliche Welten sichtbar zu machen und unsere gemeinsame Verletzlichkeit offenzulegen. Mehr dazu hier (Quelle auf Englisch).
Bonus-Tipp: Die fünfte Ausgabe von Art Basel Paris (Quelle auf Englisch), einer großen und lebendigen Messe für zeitgenössische Kunst, findet vom 23. bis 25. Oktober 2026 im Grand Palais statt.
Filme
Clayface
Wo: Kinos
Wann: 23. Oktober
Im neuen Kapitel des DC Universe „Gods and Monsters“ gibt es nun die Ursprungsgeschichte eines von Batmans bekanntesten Gegenspielern: Clayface. Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen, einen Schauspieler, der sich nach einer entstellenden Attacke durch einen Mafiaboss einer experimentellen Operation zur Gesichtsrekonstruktion unterzieht. Das Drehbuch stammt von Mike Flanagan, bekannt für seine Stephen‑King‑Adaptionen. Der Film setzt stark auf Body‑Horror, denn Hagen verwandelt sich zunehmend in eine lehmartige Kreatur, während ihm zugleich die Realität entgleitet.
Bonus-Tipp: Ein krankes Mädchen erhält einen Begleitroboter (Jenna Ortega) in Taika Waititis Verfilmung von Kazuo Ishiguros Bestseller Klara and the Sun. Der Film startet ab 23. Oktober in den meisten Teilen Europas.
Serien
The Terminal List
Wo: Prime Video
Wann: 21. Oktober
Für alle, die nach „Reacher“ in ein Streaming‑Loch gefallen sind, hat Prime eine neue, harte Actionserie im Angebot. „The Terminal List“ basiert auf den erfolgreichen Romanen von Jack Carr und begleitet den US‑Navy‑SEAL James Reece (Chris Pratt), der den Tod seines Zuges rächen will und dabei düstere Geheimnisse der Regierung aufdeckt. In der zweiten Staffel sind Reeces Trauer, Wut und sein Wunsch nach Wiedergutmachung nach der Ermordung seiner Familie noch stärker geworden. Er reist um die Welt und verfolgt eine gewalttätige Mission auf der Suche nach Antworten und Gerechtigkeit.
Bonus-Tipp: Die dritte Staffel der Netflix‑Komödie „Nobody Wants This“ mit Kristen Bell und Adam Brody als Paar, das mit komplexen kulturellen Konflikten ringt, ist ab 22. Oktober abrufbar.
Musik
John Legend: Muse
Wann: 23. Oktober
Der US‑Sänger und Pianist John Legend meldet sich mit einer neuen Mischung aus sanftem Gospel, Hip‑Hop und Afrobeats zurück, diesmal in Zusammenarbeit mit Pharrell Williams. Aufgenommen wurde „Muse“ in Pharrells Studio im Louis‑Vuitton‑Hauptquartier in Paris. Das Album umfasst 16 Songs, die mit experimentellen Sounds Themen wie Glauben, Hingabe und Intimität ausloten. Für die beiden langjährigen Freunde wirkt die Platte wie ein Neuanfang und eine Wiederannäherung.
Weitere Highlights: Das fünfte Album des britischen Singer‑Songwriters Michael Kiwanuka, „FUDGE“, ist eine leidenschaftlich aufgeladene Welle psychedelischen Soul und erscheint am 23. Oktober 2026.