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Gipfel zu dritt? Putin will mit Trump und Xi über Ukraine-Krieg verhandeln

Traditionelle russische Holzpuppen mit Chinas Staatschef Xi Jinping, US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin, St. Petersburg, 21. November 2024
Traditionelle russische Holzpuppen mit Chinas Staatschef Xi Jinping, US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin, St. Petersburg, 21. November 2024 -  Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
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Putin hat laut US-Medien einen Dreiergipfel mit Trump und Xi vorgeschlagen. Das Treffen könnte am Rande des APEC-Gipfels in Shenzhen stattfinden. Trump hat noch nicht zugesagt, die Ukraine ist bislang nicht eingebunden.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach US-Medienberichten einen Dreiergipfel mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Regierungschef Xi Jinping für den kommenden Monat vorgeschlagen. Bei dem Treffen soll über ein Ende der umfassenden Invasion der Ukraine verhandelt werden.

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Demnach unterbreitete Putin den Vorschlag in einem Telefongespräch mit Trump am 9. Oktober. Dabei einigten sich beide auch auf ein umstrittenes Abkommen zu russischen Diesel-Exporten in die USA und auf internationale Märkte.

Unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtete das Wall Street Journal am Sonntag, der Kreml habe angeregt, das Treffen am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Shenzhen abzuhalten. Das APEC-Treffen ist für den 18. und 19. November geplant.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte der Zeitung, dass Gespräche laufen. Über Termin und Tagesordnung gebe es jedoch noch keine Einigung. Ein ranghoher US-Regierungsvertreter sagte dem Blatt, Trump habe seine Teilnahme noch nicht zugesagt. Er stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber. Hinweise auf eine Beteiligung der Ukraine an den möglichen Gesprächen gibt es bisher nicht.

Die Aussicht auf ein solches Treffen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Trump versucht, Gespräche mit Moskau wiederzubeleben. Er argumentiert, zusätzlicher wirtschaftlicher Druck auf Russland könne die Bemühungen um ein Kriegsende schwächen.

Rauch steigt in den Himmel, nachdem ukrainische Drohnen am Sonntag, 18. Oktober 2026, ein Industriegebiet in Sankt Petersburg in Russland getroffen haben.
Rauch steigt in den Himmel, nachdem ukrainische Drohnen am Sonntag, 18. Oktober 2026, ein Industriegebiet in Sankt Petersburg in Russland getroffen haben. AP Photo

"Meine Entscheidung in Bezug auf Russland ist sehr einfach", schrieb Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social. "Ich befinde mich im Prozess, Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu verhandeln. Ich will nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben könnte. Es werden große Fortschritte erzielt, dazu gehören auch die laufenden Geiselverhandlungen!"

Zu möglichen Zugeständnissen Moskaus machte er keine Angaben.

Trump verteidigt Diesel-Deal trotz Kritik

Trumps Äußerungen folgten auf seine Entscheidung vom 16. Oktober, eine Reihe neuer Sanktionen und Zölle gegen Russland und mit ihm handelnde Länder auszusetzen. Die Maßnahmen sollten eigentlich wenige Tage später in Kraft treten.

Die Entscheidung fiel eine Woche nach dem Diesel-Abkommen mit Putin. Washington versucht, stark gestiegene Treibstoffpreise zu dämpfen, die der Krieg im Iran zusätzlich in die Höhe treibt.

Trump rechtfertigte die Vereinbarung mit der Behauptung, Russland halte sich bei der Unterstützung für den Iran in dessen Konflikt mit den USA zurück. "Russland tut sehr wenig, wenn überhaupt etwas, um der Islamischen Republik Iran zu helfen, verglichen mit dem, was möglich wäre. Ich möchte, dass das so bleibt, und werde dafür sorgen, es sei denn, dumme Leute funken dazwischen", schrieb er.

Eine junge Frau reagiert erschüttert, als sie ihr beschädigtes Zuhause nach einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf Kyjiw in der Ukraine am Mittwoch, 14. Oktober 2026, sieht.
Eine junge Frau reagiert erschüttert, als sie ihr beschädigtes Zuhause nach einem nächtlichen russischen Raketenangriff auf Kyjiw in der Ukraine am Mittwoch, 14. Oktober 2026, sieht. AP Photo

Er lobte zudem Moskau dafür, Diesel zu vergünstigten Preisen auf den Weltmarkt zu liefern. Das Abkommen präsentiert er als Beitrag zur Entlastung der internationalen Energiemärkte.

Zugleich erhöht Washington den Druck auf Kyjiw, seine Angriffe auf russische Ölraffinerien auszusetzen. Die Ukraine bezeichnet diese Anlagen als legitime militärische Ziele, weil sie dem Kreml hohe Einnahmen für die Kriegsführung bringen. Die Regierung Trump drohte dem Bericht zufolge sogar, den Austausch von Geheimdienstinformationen und Waffenlieferungen auszusetzen, sollte die Ukraine die Angriffe nicht stoppen.

Der Streit belastete das Verhältnis zwischen Washington und Kyjiw zusätzlich, während Russland weiter ukrainische Städte und kritische Infrastruktur bombardiert.

Selenskyj wirft Partnern Realitätsverweigerung vor

Wolodymyr Selenskyj warnte, ein Nachlassen des Drucks auf Moskau verlängere den Krieg. Er warf Russland vor, diplomatische Initiativen zur Beendigung des Konflikts abzulehnen und gleichzeitig seine Angriffe auf die Ukraine zu verstärken.

Seine jüngsten Aussagen folgten auf einen weiteren nächtlichen Beschuss. Nach Angaben Selenskyjs feuerten russische Truppen 16 ballistische Raketen auf Kyjiw und die umliegende Region ab. Zudem setzten sie mehr als 200 Drohnen in der gesamten Ukraine ein, darunter düsengetriebene Modelle.

Mehr als zehn Energieanlagen wurden beschädigt. Mindestens 550.000 Haushalte waren laut Selenskyj ohne Strom. Auch eine Klinik, eine Schule, eine Metrostation und Wohnhäuser wurden getroffen. Die Ukraine habe zudem erneut keine Vorabinformation ihrer Partner über die anfliegenden ballistischen Raketen erhalten, erklärte er.

"Putin will diesen Krieg nicht nur nicht beenden, er ist nicht einmal bereit, auch nur einen Schritt zur Deeskalation zu machen", schrieb Selenskyj auf X.

Die Ukraine habe auf jeden Waffenstillstandsvorschlag ihrer Partner positiv reagiert, Russland habe dennoch weiter angegriffen.

"Wenn Lieferungen von Raketen für die ukrainische Luftverteidigung blockiert werden, während Russland Sanktionslockerungen oder Aufschübe erhält, ist das leider eine Verweigerung der Realität durch unsere Partner", sagte er. "Die Realität ist, dass der Krieg weitergeht. Und er geht ausschließlich wegen russischer Angriffe und des Willens Russlands, diesen Krieg in die Länge zu ziehen, weiter."

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