Aserbaidschan will seine Wirtschaft breiter aufstellen: Industrie, Landwirtschaft, Logistik, Tourismus und erneuerbare Energien sollen wachsen und mehr ausländisches Kapital anziehen.
Die Regierung Aserbaidschans will ihre starke Abhängigkeit vom Öl weiter zurückfahren. Das bleibt ein zentraler Pfeiler der Wirtschaftsstrategie. Neue Wachstumschancen sieht das Land vor allem in Industrieproduktion, Landwirtschaft, Logistik, Tourismus und erneuerbaren Energien. Industrieparks und neue Unternehmensinitiativen steigern bereits Produktion und Ausfuhren, die laufende digitale Transformation erschließt zusätzliche Geschäftsfelder.
In der Sendung „Business Horizons“ betonte Yasin Jalilov, stellvertretender Direktor des Azerbaijan Business Development Fund (ABDF), die makroökonomische Stabilität und die zunehmende Diversifizierung als Pluspunkte für Investorinnen und Investoren. Besonders interessant seien nach seinen Worten die Bereiche Verarbeitung von Agrarprodukten, grüne Energie und Pharmaindustrie.
Der ABDF will Unternehmerinnen und Unternehmern den Zugang zu staatlicher Unterstützung erleichtern und Verfahren bündeln. Im Sumgait Chemical Industrial Park lagen die Verkaufserlöse im ersten Halbjahr 2025 bei mehr als 572 Millionen Euro, davon fast 283 Millionen Euro aus Exporten. Auch die Ausfuhren landwirtschaftlicher Erzeugnisse und verarbeiteter Agrarprodukte legten kräftig zu und stiegen zwischen Januar und Juli 2026 um fast 23 %.