Finden Sie uns
Werbung

Erdbeben in Tibet: mindestens 16 Tote, hunderte Häuser zerstört

Auf diesem Xinhua-Foto prüfen Feuerwehrleute erdbebengeschädigte Häuser in einem Dorf im Kreis Baqen bei Nagqu in der Autonomen Region Tibet in China.
Auf diesem von Xinhua veröffentlichten Foto untersuchen Feuerwehrleute erdbebengeschädigte Häuser im Kreis Baqen in der Stadt Nagqu im Autonomen Gebiet Tibet. -  Copyright  /Xinhua via AP/Xinhua
Copyright /Xinhua via AP/Xinhua
Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Erdbeben in Chinas Tibet-Region: Mindestens 16 Tote, Hunderte Häuser stürzen ein. Nach Angaben chinesischer Medien ist es das stärkste Beben seit fünf Jahren in der Region.

Ein starkes Erdbeben der Stärke sieben hat die chinesische Region Tibet erschüttert. Nach Angaben staatlicher Medien kamen dabei mindestens 16 Menschen ums Leben, 54 weitere wurden verletzt, Hunderte Häuser in und um die nördliche Stadt Nagqu stürzten ein.

WERBUNG
WERBUNG

Das Beben ereignete sich am Donnerstag um 22.33 Uhr Ortszeit. Nach Angaben des US Geological Survey lag das Epizentrum 191 Kilometer ostnordöstlich von Nagqu, in einem dünn besiedelten Hochgebirgsgebiet im Norden Tibets.

Es war das stärkste Erdbeben in der Region seit fünf Jahren, berichtete der Staatssender CCTV.

Mindestens 339 Wohnhäuser und 20 Stallungen stürzten nach Angaben des Medienbüros von Nagqu ein. Chinas Präsident Xi Jinping rief zu umfassenden Rettungs- und medizinischen Hilfsmaßnahmen auf.

Bislang sind mehr als 1.600 Einsatzkräfte für Suche und Rettung vor Ort. In das Gebiet gelangten bereits Notfallhilfen, darunter 1.000 Fertighäuser, 3.000 Zelte, Feldbetten, Taschenlampen und Winterkleidung.

Nachbeben, Felsstürze und Behinderungen

Der US Geological Survey registrierte mindestens sieben Nachbeben mit Magnituden zwischen vier Komma drei und fünf Komma zwei. Sie lagen alle in einer Tiefe von zehn Kilometern. Das Hauptbeben ereignete sich in 18 Kilometern Tiefe.

Durch das Beben ausgelöste Felsstürze zwangen die Behörden, einen Abschnitt der Nationalstraße 317 für den allgemeinen Verkehr zu sperren. Aktuell dürfen nur Einsatz-, Rettungs- und Dienstfahrzeuge diese passieren. Straßenräumtrupps arbeiteten daran, Geröll und Gestein zu beseitigen. Aus Vorsicht stellten die örtlichen Bahnbehörden den Zugverkehr durch das betroffene Gebiet ein.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, dass in einigen vom Beben getroffenen Gebieten die Kommunikationsverbindungen unterbrochen sind.

Für die nächsten drei Tage sagen Meteorologen zeitweise Schneefall im Erdbebengebiet voraus. Das erschwert die Rettungsarbeiten.

Nagqu liegt mehr als 300 Kilometer nördlich von Lhasa, Tibets Hauptstadt.

Weitere Quellen • AP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Mexiko: Drei Monate nach dem Erdbeben bewegt sich der Boden noch immer

Schwere Schäden, Straßen eingestürzt: Zwei heftige Erdbeben in Panama

Cali in Kolumbien gedenkt einen Monat nach Erdbeben der Opfer