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Großbrand: "Hitlers Teehaus" steht in Flammen – Feuer auf dem Obersalzberg

Blick auf das Kehlstein-Haus bei Berchtesgaden
Blick auf das Kehlstein-Haus bei Berchtesgaden -  Copyright  AP Photo
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Von NH mit Euronews Deutschland
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Großbrand hat das historische "Teehaus" von Adolf Hitler auf dem Obersalzberg erfasst. Das als Kehlsteinhaus bekannte Gebäude oberhalb von Berchtesgaden stand am Freitagabend in Flammen. Rund 200 Einsatzkräfte waren nach Medienberichten vor Ort.

Der Alarm war am Freitag, 23. Oktober, kurz nach 21 Uhr eingegangen. Wie der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtet, hatte ein Rauchmelder in der Berggaststätte ausgelöst und die Leitstelle automatisch alarmiert.

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Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Lage des Gebäudes schwierig. Das Kehlsteinhaus befindet sich auf rund 1.834 Metern Höhe. Nach Angaben der Polizei konnten die Einsatzkräfte das Gebäude nur unter erschwerten Bedingungen betreten; schwerer Atemschutz war erforderlich.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wurde zunächst nicht von Verletzten ausgegangen: Die Behörden gehen davon aus, dass sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand im Gebäude befand.

Polizei nimmt Motorradfahrer fest – Zusammenhang mit dem Feuer offen

Wie die Bild-Zeitung meldet, besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Ein Polizeisprecher erklärte dem Blatt, dass den Beamten auf dem Weg zum Einsatzort ein Motorradfahrer entgegengekommen sei. Die Polizisten hätten die nachfolgende Feuerwehr informiert und der Mann sei anschließend angehalten und festgenommen worden.

Ob der Festgenommene tatsächlich mit dem Brand in Verbindung steht, ist noch nicht geklärt.

Was bedeutet der Brand für das historische Erbe?

Das Kehlsteinhaus gehört zu den bekanntesten historischen Orten im Berchtesgadener Land. Es liegt hoch über dem Obersalzberg und wurde 1937/38 als repräsentativer Treffpunkt der nationalsozialistischen Führung errichtet. In der Berichterstattung wird es häufig als „Hitlers Teehaus“ bezeichnet, international ist es auch unter dem Namen „Eagle’s Nest“ bekannt.

Das Gebäude war Teil des abgeschirmten Wohn- und Regierungsareals der NS-Führung am Obersalzberg. Es sollte als repräsentativer Ort für Empfänge und Treffen mit ausländischen Gästen dienen. Adolf Hitler nutzte das Haus allerdings vergleichsweise selten. Häufiger hielten sich dort andere Angehörige seines Umfelds auf.

Anders als zahlreiche andere Gebäude des Obersalzbergs überstand das Kehlsteinhaus den Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt. Seit 1952 wurde es als Berggaststätte genutzt und entwickelte sich zu einem viel besuchten Ausflugsziel. Eine Ausstellung vor Ort informierte über die Geschichte des Gebäudes und seine Rolle während der NS-Diktatur.

Wie schwer das historische Bauwerk beschädigt wurde und ob wesentliche Teile erhalten werden können, ist noch unklar.

Dieser Artikel wird mit neuen Informationen versehen, sobald diese verfügbar sind.

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