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Spanisches Doppelwunder: Wie Carmen zwei Zugunglücke überlebte

Einer der Züge nach der Kollision nahe Urda in Spanien am Donnerstag, 29. Oktober 2026. (Foto: AP/Manu Fernández)
Blick auf einen der Züge nach einem Zugunglück in Urda, Spanien, am Donnerstag, 29. Oktober 2026. (Foto: AP/Manu Fernández) -  Copyright  AP Photo
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Die Spanierin Carmen überlebte das Zugunglück von Adamuz mit 46 Toten im Januar. Neun Monate später traf sie in Urda jedoch ein weiteres Unglück. Sie blieb unverletzt, doch die Erinnerungen an die zwei Katastrophen belasten sie schwer.

Es gibt Erlebnisse, die niemand auch nur ein einziges Mal durchmachen sollte. Die Spanierin Carmen musste innerhalb von nur neun Monaten gleich zwei solcher Situationen erleben.

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Im Januar überlebte sie das Zugunglück von Adamuz in der Provinz Córdoba, bei dem 46 Menschen starben. An diesem Mittwoch stellte das Schicksal sie erneut in den Mittelpunkt einer Katastrophe: Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Urda in der Provinz Toledo kamen mindestens 68 Menschen ums Leben. Auch Carmen saß in einem dieser Züge.

Die Frau hat beide Unglücke körperlich unversehrt überstanden, doch die seelischen Folgen sind schwer. So schilderte es Carmen García, eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, die nach Urda entsandt wurde, um die Betroffenen zu unterstützen, in einem Interview in der Sendung "En boca de todos" des Kanals Cuatro.

Erneutes Zugunglück in Spanien nimmt Betroffene stark mit

"Sie ist sehr mitgenommen und wollte angesichts der Situation nicht vor die Mikrofone treten. Körperlich ist sie unverletzt, aber emotional ist sie stark belastet", berichtete García über die Überlebende, die sich bewusst von den Kameras fernhält.

Die Rotkreuz-Mitarbeiterin schilderte auch Szenen von Angst und Fassungslosigkeit, die sich nach dem Unglück unter den Fahrgästen und ihren Angehörigen abspielen.

"Wir erleben hier jede erdenkliche Reaktion, denn es sind so schwierige Momente, dass jeder Mensch anders damit umgeht", erklärte sie dem Sender Cuatro. Unter den Betroffenen gebe es Menschen mit "leerem Blick", Fahrgäste, die verzweifelt nach anderen Reisenden suchten, und Überlebende, die "sehr traurig und wütend" seien.

Die Geschichte von Carmen zeigt eine der weniger sichtbaren Folgen großer Katastrophen: seelische Wunden, die bleiben, auch wenn der Körper keinen Schaden genommen hat. Nach zwei Zugunglücken innerhalb von weniger als einem Jahr steht die Frau nun vor den psychischen Nachwirkungen einer außergewöhnlich belastenden Erfahrung.

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