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Gegen Krieg und Waffentransporte: Hafenarbeiter streiken in 22 Ländern

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Archivfoto -  Copyright  AP Photo/Thanassis Stavrakis
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Von Ioannis Karagiorgas mit ΑΠΕ-ΜΠΕ
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Der Protest der Hafenarbeiter und Seeleute gegen den Transport von Waffen und für bessere Arbeitsbedingungen führt zum Ausfall von Fährschiffen in Griechenland. In Deutschland unterstützt Verdi den Streik.

An diesem Freitag haben Hafenarbeiter in 22 Ländern die Arbeit niedergelegt. Sie protestieren gegen Krieg und dagegen, dass Häfen für den Export und Transport von Waffen genutzt werden.

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Nach Angaben der Organisatoren könnte der Streik mehr als 40 Prozent des Warenverkehrs im Mittelmeer beeinträchtigen. Es drohen Verzögerungen und Probleme bei der Beförderung von Fracht im Gesamtwert von über 2 Milliarden Dollar.

Die Initiative ging von Hafenarbeiter-Gewerkschaften in Italien, Frankreich, Griechenland, dem Baskenland in Spanien, der Türkei und Marokko aus. Inzwischen unterstützen sie mehr als 25 Gewerkschaften aus insgesamt 113 Häfen den Protest.

Im Zentrum der Aktionen stehen wichtige Umschlagplätze in Europa und anderen Regionen der Welt. Dazu gehören Hamburg, Valencia, Le Havre, Algeciras, Piräus und Genua. Aktionen sind auch im marokkanischen Hafen Tanger Med sowie im indischen Hafen Nhava Sheva geplant.

Zunächst war jedoch unklar, wie viele Beschäftigte sich tatsächlich dem Streik angeschlossen haben und wie groß die Auswirkungen auf den Hafenbetrieb ausfallen. Ein Sprecher des Hafens Genua rechnet dort mit begrenzten Folgen. Aus Piräus hieß es dagegen, dass es zu Problemen im Fährverkehr zu den griechischen Inseln kommen könnte.

In Deutschland unterstützt die Gewerkschaft Verdi den Streik

Zu den Gewerkschaften, die den Streik unterstützen, gehören die deutsche Verdi, die größte irische Gewerkschaft SIPTU, die dänische 3F und die französische CGT Ports et Docks.

Der Streik dürfte auch außerhalb Europas Folgen haben. Die Organisatoren sprechen von möglichen Störungen in rund zwölf Häfen in Indien. Unterstützung kommt zudem von der indischen Föderation der Beschäftigten im Seeverkehr (WTWFI).

Supermarkt in Italien - Hinweis auf Lieferengpässe wegen Streiks
Supermarkt in Italien - Hinweis auf Lieferengpässe wegen Streiks AP Photo/Alessandra Tarantino

An der Seite der Streikenden steht auch die Global Sumud Flotilla, eine pro-palästinensische Initiative. Sie hat mehrfach versucht, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und dabei Hilfsgüter transportiert. Die Organisation kündigte „koordiniert und strategisch geplante Aktionen auf See“ an und will damit ihre Unterstützung für den Streik zeigen.

Gleichzeitiger Generalstreik in Italien

Parallel dazu hat in Italien die Basisgewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) für denselben Tag einen 24-stündigen Generalstreik ausgerufen. Kundgebungen und Demonstrationen sind in mehr als 40 Städten geplant.

In Griechenland sollen die Schiffe am Freitag in den Häfen bleiben. An der Aktion beteiligen sich Hafenbeschäftigte, Ingenieure und Gewerkschaften von Seeleuten.

In sieben griechischen Häfen fallen heute alle Fährverbindungen aus. Grund ist ein 24-stündiger landesweiter Streik, zu dem drei Gewerkschaften der Seefahrt aufgerufen haben. Betroffen sind die Häfen Piräus, Rafina, Lavrio, Patras, Igoumenitsa, Elefsina und Rio-Antirrio.

Zu den zentralen Forderungen der Beschäftigten gehört neben dem Verzicht auf den Transport von Kriegsmaterial eine Lohnerhöhung um zwölf Prozent über Tarifverträge. Sie verlangen bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit, die Einführung eines siebenstündigen Arbeitstags sowie die garantierte Anwesenheit von Ärzten an Bord der Schiffe.

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