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Halloween in Spanien: Polizei stoppt „Blocus“-Krawalle

Polizisten sperren das Gebiet ab. Demonstranten versammeln sich am Mittwoch, dem siebten Oktober 2026, vor dem Parlament in Madrid.
Polizisten sperren das Gebiet ab. Demonstranten versammeln sich am Mittwoch, dem siebten Oktober 2026, vor dem Parlament in Madrid. -  Copyright  Foto AP/Bernat Armangue
Copyright Foto AP/Bernat Armangue
Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Starker Polizeieinsatz in Madrid, Barcelona und Valencia verhinderte, dass "Blocus“-Aufrufe zu Halloween neue Plünderungen auslösen.

In Spanien hat die Polizei mit einem massiven Polizeiaufgebot Krawall und Plünderungen in der Halloween-Nacht verhindert. Die Einsatzkräfte sollten Unruhen und Plünderungen verhindern, zu denen in sozialen Netzwerken über Kanäle der Bewegung "Blocus“ aufgerufen worden war. Trotz der Aufrufe blieb die Nacht ohne die schweren Ausschreitungen, die die Behörden befürchtet hatten.

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Wer oder was in "Blocus"

Zuvor hatten immer wieder Aktivisten im Internet zu sogenannten "Blocus" aufgerufen - Krawallen und organisierten Plünderungen.

Dazu nutzen die Jugendlichen TikTok und Telegram unter dem Schlagwort „Blocus“ (französisch für Blockade), um gezielt Geschäfte, Luxusläden und Juweliere in Städten wie Barcelona, Madrid und Valencia zu plündern. Die Bewegung hat kein echtes politisches Programm oder Manifest. Es geht vor allem um blinde Zerstörung und Diebstahl, inspiriert von vorangegangenen Schülerprotesten in Frankreich. Nachdem die Polizei Ende Oktober den mutmaßlichen 20-jährigen Hauptorganisator in Valencia sowie weitere minderjährige Administratoren festgenommen hat, beruhigte sich die Lage am Halloween-Wochenende durch ein massives Polizeiaufgebot weitgehend.

In Barcelona endete der Polizeieinsatz dennoch mit drei Festnahmen und 1.440 identifizierten Personen, wie "RTVE“, die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Spaniens, berichtete.

Die katalanischen Behörden erhöhten die Zahl der Identifizierten später auf 2.264 in Barcelona und anderen Orten in Katalonien. Die "Policía Nacional" nahm 22 Personen in Valencia während des allgemeinen Halloween-Einsatzes fest, wegen verschiedener Delikte und ohne dass sich alle Festnahmen eindeutig der Bewegung „Blocus“ zuordnen lassen.

Die Sorge war nach den Ausschreitungen vom 24. Oktober in Barcelona gewachsen, bei denen es Plünderungen und mehr als 130 Festnahmen gab. Aus Angst vor ähnlichen Szenen in der Halloween-Nacht verstärkten mehrere Städte ihre Sicherheitsvorkehrungen.

Tausende Polizisten auf den Straßen

In Barcelona kontrollierte die Polizei an kritischen Punkt Ausweise, beschränkte den Zugang zu bestimmten Metrostationen und stellte potenziell gefährliche Gegenstände sicher. Der Sondereinsatz umfasste mehr als 500 Beamte.

In Madrid verstärkte die Policía Nacional die Überwachung in Bereichen wie der Gran Vía und dem Platz Callao. Die Stadt hatte für Halloween und das verlängerte Allerheiligen-Wochenende einen Einsatz von 1.700 Kommunalpolizisten geplant. Aus Angst vor möglichen Plünderungen sicherten einige Geschäftsleute ihre Schaufenster mit Holzplatten oder schlossen ihre Läden früher.

Die Sicherheitskräfte gingen bereits in den Tagen zuvor gegen Personen vor, die mutmaßlich an Organisation und Verbreitung der Aufrufe beteiligt waren. Dazu gehört ein 20-jähriger Mann, der in Picanya (Valencia) festgenommen wurde, den die Guardia Civil als einen der wichtigsten Unterstützer von „Blocus“ in Spanien einstuft.

Außerdem ordnete ein Gericht für einen weiteren Verdächtigen Untersuchungshaft an. In Katalonien nahmen die Behörden einen 21-Jährigen fest, der mutmaßlich mit einem der Kanäle verbunden war, über die die Aufrufe verbreitet wurden. Ein weiterer Minderjähriger kam wegen seiner angeblichen Verbindung zur Bewegung „Blocus“ in ein geschlossenes Jugendzentrum.

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