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Gegen Parkinson: Japanische Ärzte implantieren erstmals Stammzellen direkt ins Gehirn

Patienten arbeiten im Zentrum mit der Assistenztrainerin Heidi Landgraf während einer Tanztherapie-Sitzung für Parkinson im Hubbard Street Dance Center.
Patienten trainieren mit der Assistenztrainerin Heidi Landgraf im Hubbard-Street-Tanzzentrum während einer Tanztherapie für Parkinson. -  Copyright  AP Photo
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Von Chaima Chihi & Euronews
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In Japan haben Ärzte einem Parkinson-Patienten erstmals Stammzellen direkt ins Gehirn eingesetzt. Die experimentelle Therapie soll abgestorbene Nervenzellen ersetzen und die Beweglichkeit verbessern.

In Japan haben Ärzte einem Patienten erstmals Zellen eingesetzt, die aus Stammzellen gewonnen wurden, und zwar direkt ins Gehirn. Der Eingriff ist Teil einer experimentellen Therapie, die die motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit lindern soll.

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Das Pharmaunternehmen Sumitomo Pharma teilte mit, der Eingriff sei im Oktober im Universitätsklinikum Kyoto erfolgt. Die japanischen Gesundheitsbehörden hatten der Therapie im März 2026 eine befristete und an Bedingungen geknüpfte Zulassung erteilt.

Wie die Therapie funktioniert

Die Behandlung mit dem Namen „Amepra“ nutzt induzierte pluripotente Stammzellen. Dabei werden ausgereifte Körperzellen in einen früheren Zustand zurückprogrammiert, sodass sie sich erneut in verschiedene Zelltypen entwickeln können.

Aus diesen Zellen lassen sich neuronale Vorläuferzellen herstellen. Sie können sich zu Zellen entwickeln, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Ein Mangel an Dopamin spielt bei Parkinson eine zentrale Rolle.

Die Ärzte pflanzen die Zellen in bestimmte Bereiche des Gehirns ein. Dort sollen sie einen Teil der abgestorbenen Dopamin-produzierenden Nervenzellen ersetzen und so die Bewegungsfähigkeit der Patienten verbessern.

Erste Ergebnisse sind ermutigend

Die japanische Zulassung beruht auf einer klinischen Studie mit sieben Patienten im Alter von 50 bis 69 Jahren. Jeder erhielt fünf oder zehn Millionen Zellen, die in beide Hirnhälften eingebracht wurden. Anschließend wurden die Teilnehmer zwei Jahre lang beobachtet.

Schwere Nebenwirkungen traten laut den 2025 im Fachjournal „Nature“ veröffentlichten Ergebnissen nicht auf. Bei vier der sieben Patienten besserten sich die Symptome.

Sumitomo Pharma plant, bis März 2029 weitere Transplantationen bei 20 bis 30 Patienten durchzuführen. So sollen Sicherheit und Wirksamkeit nach der Einführung der Therapie weiter untersucht werden. Das Unternehmen führt zudem in den USA eine klinische Studie durch.

Zulassung bleibt vorerst befristet

Die Zulassung in Japan ist vorerst befristet und an Bedingungen geknüpft. Für eine endgültige Genehmigung müssen die klinische Bewertung abgeschlossen und weitere Daten erhoben werden.

Besonders wichtig sind langfristige Ergebnisse. Nur so lässt sich zuverlässig beurteilen, ob die Behandlung dauerhaft wirkt und welche Risiken sie mit sich bringt.

Parkinson betrifft Millionen Menschen

Parkinson ist eine chronische, degenerative neurologische Erkrankung, die das Bewegungssystem beeinträchtigt. Ursache ist der allmähliche Verlust von Nervenzellen, die Dopamin produzieren. Typische Folgen sind Zittern, Muskelsteifheit, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsprobleme.

Weltweit leben nach Schätzungen einer Parkinson-Stiftung mehr als zehn Millionen Menschen mit der Krankheit. Medikamente und andere Therapien können die Symptome lindern. Sie stoppen das Fortschreiten der Erkrankung jedoch nicht und ersetzen die verlorenen Nervenzellen nicht.

Die neue Therapie ist das Ergebnis jahrelanger Forschung zu induzierten Stammzellen. Sie könnte ermöglichen, beschädigte Zellen zu ersetzen und geschädigtes Gewebe zumindest teilweise zu reparieren.

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