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Spanien beschließt 30-Millionen-Hilfe für Opfer des Zugunglücks von Urda

Óscar Puente, Verkehrsminister, spricht nach der Kabinettssitzung am Dienstag, den dritten November 2026, bei einer Pressekonferenz in La Moncloa.
Óscar Puente, Verkehrsminister, bei der Pressekonferenz nach der Sitzung des Ministerrats an diesem Dienstag, dem 3. November 2026, im Regierungssitz La Moncloa. -  Copyright  La Moncloa
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Von Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am
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Nach dem Zugunglück von Urda mit 69 Toten beschließt die spanische Regierung ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro. Verkehrsminister Óscar Puente lehnt einen Rücktritt weiterhin ab.

Die spanische Regierung hat an diesem Dienstag ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro für die Opfer und Angehörigen des Zugunglücks von Urda in der Provinz Toledo beschlossen. Bei dem Unglück kamen 69 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

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Die Maßnahmen sehen Vorschüsse auf Entschädigungen vor. Zudem sollen die Summen der obligatorischen Reiseversicherungen verdoppelt werden. Für Betroffene mit vorübergehender Erwerbsunfähigkeit ist eine besondere Leistung vorgesehen.

Trotz der Kritik an der Tragödie schließt Verkehrsminister Óscar Puente einen Rücktritt aus. Er verteidigte sein Vorgehen gegen die Forderungen der konservativen Partei Partido Popular (PP) und mehrerer Regierungspartner. "Ich habe mich der Verantwortung gestellt", betonte der Minister. Am Dienstag sollte er um 17.00 Uhr vor der Ständigen Deputation des Kongresses zum Unglück Stellung nehmen.

Unterdessen läuft die gerichtliche Untersuchung zu den Ursachen des Zusammenstoßes weiter. Die letzten Waggons wurden von den Gleisen entfernt und sollen an dem von der zuständigen Richterin bestimmten Ort untersucht werden.

Neue Sicherheitsregeln für den Bahnverkehr

Puente kündigte außerdem einen außerordentlichen Plan zur Verbesserung der Bahnsicherheit an. Dazu gehören weniger Verbindungen auf der Strecke Madrid-Sevilla sowie die Pflicht, dass ein zweiter Kontrolleur der staatlichen Bahninfrastrukturgesellschaft Adif Anweisungen freigibt, wenn die automatischen Sicherungssysteme LZB oder ERTMS ausfallen.

Der Minister erklärte, das neue Protokoll führe einen Mechanismus der gegenseitigen Kontrolle ein. So solle verhindert werden, dass eine einzelne Person kritische Entscheidungen trifft, wenn die automatischen Systeme nicht in Betrieb sind.

Die Maßnahme soll den Personalbestand nicht verdoppeln, sondern die Aufgaben der Beschäftigten in den Leitstellen neu ordnen.

Streit über den Generalstreik

Die Tragödie verschärft den politischen Konflikt wenige Tage vor dem für den 11. November angesetzten Generalstreik. Der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo forderte die Gewerkschaften auf, die Mobilisierung zu überdenken. Er bezeichnete den Streik nach dem Unglück als "schweren Fehler". Auch Vox-Chef Santiago Abascal verlangt eine Absage.

Die Gewerkschaften UGT und Comisiones Obreras lehnen das jedoch ab. UGT-Generalsekretär Pepe Álvarez sprach von "einem Mangel an Respekt" gegenüber den Familien der Opfer. CCOO-Chef Unai Sordo verwies darauf, dass eine zentrale Forderung des Protests höhere Investitionen in öffentliche Dienste und die Wartung der Infrastruktur seien.

Regierungssprecherin Elma Sáiz verteidigte das verfassungsmäßige Recht auf Streik. Sie appellierte daran, den Schmerz der Opfer nicht politisch auszuschlachten. Auch Podemos und die Parteien des Frente Amplio unterstützen den Aufruf und kritisieren die Haltung der PP.

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