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Tajani meldet Datenleck im Darknet nach Angriff russischer Hacker, Meloni reagiert

Der italienische Außenminister Antonio Tajani
Der italienische Außenminister Antonio Tajani -  Copyright  AP
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Von Fortunato Pinto
Zuerst veröffentlicht am
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Außenminister prangert Veröffentlichung seiner Daten im Darknet durch russische Hacker an. Auch Roms Staatsanwalt und Polizeichef betroffen. Meloni verurteilt scharf.

Der italienische Außenminister und Vizepremier Antonio Tajani hat berichtet, dass seine persönlichen Daten im Dark Web veröffentlicht wurden. Die Nachricht hatte zuvor die Tageszeitung Il Fatto Quotidiano gemeldet. Sie schreibt, dass die prorussischen Hacker von „Noname057(16)“ auch den Generalstaatsanwalt von Rom, Francesco Lo Voi, und den Chef der Polizia postale, Ivano Gabrielli, angegriffen haben.

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"Seit Tagen verbreiten Cyberkriminelle meine persönlichen Daten im Dark Web und suchen nach weiteren Informationen, sie setzen mich damit neuen Drohungen und Einschüchterungen aus. Sie beziehen auch meine Familie ein, sie sind bereit, für weitere Details über mich und meine Angehörigen zu zahlen“, schrieb der Minister auf X.

"Meine Reaktion ist sehr einfach: Ich lasse mich in keiner Weise einschüchtern. Ich werde weiter daran arbeiten, mein Ministerium und Italien zu verteidigen. Ich werde die Beziehungen und die Zusammenarbeit mit unseren Verbündeten immer weiter stärken, damit wir uns gemeinsam schützen“, fügte Tajani hinzu.

Nach Angaben des Ministers hängt der Angriff mit seiner Unterstützung für Kyjiw zusammen. "Unsere Haltung zur Ukraine ist der politische Grund, warum ich ins Visier geraten bin: Die Freiheit eines souveränen Staates zu verteidigen und sich klar für Demokratie und Unabhängigkeit eines Landes zu positionieren, ist für diese kriminellen Entitäten gefährlich“, schrieb Tajani weiter.

Der Chef der Farnesina verwies außerdem auf die Maßnahmen, die eingeleitet wurden, "um die IT-Sicherheit des Außenministeriums zu verteidigen. In der Farnesina arbeiten wir ernsthaft gegen diese Bedrohungen: Seit dem ersten Januar habe ich eine ‚Cyber-Direktion‘ geschaffen, um uns vor IT-Einbrüchen von Akteuren zu schützen, die oft in irgendeiner Weise mit uns feindlich gesinnten staatlichen Entitäten verbunden sind. Wir sind einsatzbereit und mit unseren Verbündeten verbunden“.

"Unsere Entscheidung, meine Mission stehen fest: Wir werden weiter unsere Sicherheit verteidigen, wir werden uns gegen Cyberkriminelle zur Wehr setzen. In der Überzeugung, dass dies der richtige Weg ist, um das italienische Volk und unser Land zu schützen“, schloss Minister Tajani.

Meloni zeigt Solidarität mit Tajani, Bonaccini löscht Foto

In einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung hat Premierministerin Giorgia Meloni dem Minister ihre Solidarität bekundet. „Der Verkauf vertraulicher Informationen über Vertreter der Institutionen bereitet große Sorge und muss mit größter Entschlossenheit angegangen werden“, schrieb Meloni. Anschließend griff sie die Opposition an: „Ebenso besorgniserregend istdie Verbreitung falscher Bilder, die auch von Vertretern der Opposition verbreitet werden. Die Meinungsfreiheit darf niemals zum Feld der Desinformation werden.“ Gemeint ist ein Foto, das der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Stefano Bonaccini, in den vergangenen Tagen geteilt hat. Es zeigt Tajani mit einer roten Mütze der trumpistischen MAGA-Bewegung.

"Angesichts der Bitte von Forza Italia und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, habe ich den Beitrag mit einem ironischen ‚Meme‘ über Antonio Tajani entfernt, auf dem er die MAGA-Mütze trägt, die er bei öffentlichen Anlässen durchaus in der Hand gehalten hat, wie ausführlich dokumentiert“, schrieb Bonaccini in einer Mitteilung, die kurz nach Melonis Kommentar veröffentlicht wurde.

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