EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Sipri: Waffen haben Konjunktur

Sipri: Waffen haben Konjunktur
Copyright 
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Nach vier Jahren Rückgang wird weltweit wieder mehr für Waffen ausgegeben. Laut Friedensforschungsinstitut Sipri, Stockholm, wurde 2015 für 1,5

WERBUNG

Nach vier Jahren Rückgang wird weltweit wieder mehr für Waffen ausgegeben. Laut Friedensforschungsinstitut Sipri, Stockholm, wurde
2015 für 1,5 Billionen Euro militärische Ausrüstung gekauft – ein Prozent mehr als in 2014. Zum Vergleich: die zehn größten Spender-Nationen von Entwicklungshilfe kommen auf rund 100 Milliarden Euro (2013). Vor allem Russland (+7,5%), China (+7,4%) und Saudi-Arabien (+5,7%) gaben mehr für Rüstung aus. In vielen westeuropäischen Ländern und den USA sanken die Ausgaben – in Europa insgesamt waren es allerdings 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor, Russland mitgerechnet.

Im vergangenen Jahrzehnt (von 2006 bis 2015) hat China seine
Rüstungsausgaben mehr als verdoppelt (+132%), Saudi-Arabien (+97%) und Russland (+91%) beinahe.

Deutschland hat gleichzeitig seine Ausgaben um 2,8 Prozent auf rund 34,3 Milliarden Euro gesteigert, andere westeuropäische Länder wie Großbritannien (-7,2%), Frankreich (-5,9%) und Italien (-30%) gaben weniger Geld aus für’s Militär.

L'Arabie saoudite championne des dépenses militaires par habitant https://t.co/Qjsjk0SVp5SIPRIorg</a> <a href="https://t.co/kkqCvfhECv">pic.twitter.com/kkqCvfhECv</a></p>&mdash; RTSinfo (RTSinfo) 5 avril 2016

Militärausgaben pro Einwohner in Dollar Die USA stehen trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr um 2,4
Prozent auf 523 Milliarden Euro mit Abstand an der Spitze der
Rüstungsausgaben. Auf Platz zwei rangiert China, an dritter Stelle
hat Saudi-Arabien Russland verdrängt. Deutschland landet auf der
Liste der Länder mit den höchsten Ausgaben an 9. Stelle.

«Die Militärausgaben im Jahr 2015 zeigen gegensätzliche Trends»,
so Sam Perlo-Freeman, Leiter des Sipri-Projektes. Auf der einen
Seite spiegelten sie die eskalierenden Konflikte und Spannungen in
vielen Teilen der Welt wider. Auf der anderen Seite sei klar zu
erkennen, dass durch den sinkenden Ölpreis weniger «Ölgeld» in die
Rüstung fließe. Diese wirtschaftlich und politisch schwankende
Situation mache es schwierig, eine Prognose für die Zukunft zu
erstellen.

Die Spannungen mit Russland haben vor allem die Nachbarländer von
Russland und der Ukraine zu Ankäufen von mehr Waffen und Ausrüstung
motiviert. Polen (+22%), Litauen (+33%) und die Slowakei (+17%)
sorgten für einen Gesamtanstieg um 13 Prozent in Zentraleuropa. Im
Gegensatz dazu gingen die Ausgaben in den westeuropäischen Ländern um
1,3 Prozent zurück.

Doch das wird sich bald ändern, da sind die Stockholmer Forscher sicher.
Großbritannien, Deutschland und Frankreich hätten angesichts des
schwierigen Verhältnisses zu Russland und der Bedrohung durch
Terrororganisationen wie Islamischer Staat angekündigt, ihre Ausgaben
zu erhöhen.

Dépenses militaires ou sociales ? Le choc des déséquilibres. SIPRIorg</a> À lire: <a href="https://t.co/RqFslb5qow">https://t.co/RqFslb5qow</a> <a href="https://t.co/DqZbAk4faJ">pic.twitter.com/DqZbAk4faJ</a></p>&mdash; Olivier Truc (OlivierSweden) 5 avril 2016

Das schwedische Parlament hat das Stockholmer
Friedensforschungsinstitut Sipri 1966 ins Leben gerufen. Es versorgt
Wissenschaftler, Politiker und Medien mit Daten, Analysen und
Empfehlungen zu internationalen militärischen Fragen. Finanziert wird
es zum großen Teil von der schwedischen Regierung. Sipri (Stockholm
International Peace Research Institute) versteht sich als Plattform
für die Zusammenarbeit von Konfliktforschern aus aller Welt und
arbeitet eng mit den Vereinten Nationen (UN) und der Europäischen
Union (EU) zusammen.

su mit dpa, Reuters

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Könnten Mangan-Batterien die Hauptantriebskraft auf dem Markt für Elektrofahrzeuge werden?

Europawahlen 2024: Herausforderungen für Europas Banken

Europäische Zentralbank senkt Zinsen entsprechend den Markterwartungen